COMENIUS- Schulpartnerschaften:

Schulen aus Frankreich stehen bei COMENIUS-Schulpartnerschaften im Saarland ganz hoch im Kurs. Von 19 Projekten mit saarländischer Beteiligung, die im Schuljahr 2006/07 eine finanzielle Unterstützung im Rahmen der Bildungsprogramme der Europäischen Union erhalten, arbeiten zehn mit einer französischen Partnerschule zusammen. Diese Zahlen teilte der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz in Bonn mit.

19.10.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Der Umfang an Partnerschaften mit Frankreich belegt nicht nur den Stellenwert, den Französisch im Unterricht an Schulen im Saarland genießt. Er zeigt auch, dass die Bemühungen erfolgreich sind, dem Schüleraustausch insbesondere auch in unserer Großregion neue Impulse zu geben", erklärte Kultusminister Jürgen Schreier dazu.

Unter den geförderten Schulpartnerschaften nehmen COMENIUS-Schulprojekte den größten Anteil ein. Ihre Zahl liegt im kommenden Schuljahr bei 15. Im Rahmen eines COMENIUS-Schulprojekts arbeiten Schüler und Lehrer mit Partnern aus mindestens zwei weiteren europäischen Ländern an einem gemeinsam gewählten Thema mit europäischem Bezug zusammen. Das Spektrum umfasst sozial- und kulturwissenschaftliche sowie literarische Fragestellungen. Themen sind beispielsweise *Windkraft in Europa - Energie der Zukunft?" (Erweiterte Realschulen Dillingen und Wallerfangen) und "Youth in a Changing World - Don't only look but see" (Gesamtschule Gersheim). Dass auch Kindergärten und Grundschulen solche Projekte durchführen können, zeigen unter anderem die Projekte "Feste, Traditionen, Folklore - Traditionelle Spiele durchs ganze Jahr" (Katholische Kindertagesstätte Charlottenburg in Homburg-Erbach) und "Europe - un voyage/Europa - eine Reise/Europe - A Journey" der Grundschule Homburg-Jägersburg.

Im Schuljahr 2006/2007 befassen sich drei COMENIUS-Schulentwicklungsprojekte mit der systematischen Weiterentwicklung der schulischen Arbeit. Hier bearbeitet beispielsweise das Deutsch-Französische Gymnasium in Saarbrücken gemeinsam mit Partnerschulen in Österreich, Tschechien und den Niederlanden das Projektthema "Neues Lernen in Europa - was ermöglicht Schülern besser lernen zu können?" Hinzu kommt das bilaterale COMENIUS-Fremdsprachenprojekt des Hochwald-Gymnasiums in Wadern mit einer Partnerschule in Spanien.

Besonders bemerkenswert ist der im Vergleich mit den anderen Bundesländern sehr hohe Anteil saarländischer Kindergärten und Kindertagesstätten, die sich am COMENIUS-Programm beteiligen. Kultusminister Jürgen Schreier betont den pädagogischen Gewinn solcher Projekte schon im Vorschulbereich: "Unsere mehrsprachigen Kindergärten und Kindertagesstätten verfügen über besonders gute Voraussetzungen für die Teilnahme an europäischen Kooperationsprogrammen. Die gemeinsamen Projekte saarländischer Kindertagesstätten mit Partnereinrichtungen in Frankreich (Lothringen), Luxemburg, Belgien (französischsprachige Gemeinschaft), Italien, Rumänien, Spanien und Zypern ergänzen die zweisprachige Erziehung wirkungsvoll und bieten die Möglichkeit, dass schon Kinder im Vorschulalter kulturelle und sprachliche Vielfalt im Austausch erfahren. Interkulturelles Lernen bleibt hier nicht nur eine Phrase."

Neben Vorschuleinrichtungen und Schulen in Frankreich gehören Schulen in Italien (8 Partnerschaften), Polen und Spanien (je 7 Partnerschaften) zu den beliebtesten Partnern. Weitere Länder, in denen saarländische Schulen ihre Partner gefunden haben, sind Rumänien (6 Partnerschaften), Belgien (5), Luxemburg und Tschechische Republik (je 3), Estland, Slowenien, Türkei und Zypern (je 2). Je eine Partnerschule befindet sich in den Niederlanden, Schweden, Finnland, Slowakischer Republik, Portugal, Ungarn, Irland, Österreich und in Großbritannien.

Eine Übersicht über alle COMENIUS-Schulpartnerschaften im Schuljahr 2006/2007 ist auf der Webseite des PAD unter www.kmk.org/pad/home.htm (Menüpunkt "SOKRATES") zu finden. Dort erhalten Schulen und vorschulische Einrichtungen, die sich für eine Teilnahme an COMENIUS-Schulpartnerschaften interessieren, auch weitere Informationen zur Antragstellung ab 2007.


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