EU-Paket

Grundkompetenzen stärken, Lehrberuf attraktiver machen

Die Europäische Kommission hat ein Bildungs- und Qualifizierungspaket vorgestellt, das zwei Kernziele verfolgt: den Rückgang der Grundkompetenzen umkehren, Schulen dabei zu unterstützen, KI und digitale Technologien für den Lernprozess nutzbar machen, sowie dem Lehrermangel entgegenwirken.

06.11.2026 Bundesweit Pressemeldung Europäische Kommission
  • Eine Frau spricht an einem Podium. Rechts im Bild hängt eine Europa-Flagge. © Adobe Stock Zu den konkreten Initiativen gehört eine Empfehlung der Kommission an den Rat zur Umkehrung des Rückgangs der Grundkompetenzen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: „Ein stärkeres Europa beginnt mit gestärkten jungen Menschen. Wir unterstützen unsere Mitgliedstaaten bei der Anhebung der Standards in den Bereichen Alphabetisierung, Mathematik, Naturwissenschaften, digitale Bildung und staatsbürgerliche Bildung. Gleichzeitig werden Kinder mit den Fähigkeiten ausgestattet, die sie benötigen, um sicher in der KI zu navigieren. Dafür ist es wichtig, dass sie von gut ausgebildeten Lehrern unterstützt werden. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, dass künftige Generationen sich entfalten können.“

Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge, ergänzte, dass jeder Dritte der 15-Jährigen Schwierigkeiten mit Lesen und Mathematik hat, der Trend verschlechtere sich auch noch. „Das ist nicht nur ein Bildungsthema: Es geht um Demokratie und Wettbewerbsfähigkeit, es geht um die Zukunft Europas selbst. Bildung muss überall zur obersten politischen Priorität werden.“

Die Zukunft Europas wird zuerst in den Klassenzimmern gestaltet

Zu den konkreten Initiativen gehört eine Empfehlung der Kommission an den Rat zur Umkehrung des Rückgangs der Grundkompetenzen. Reformen und Investitionen sollen gezielt durchgeführt werden, um die Leistungen im Bereich der Grundkompetenzen zu steigern, Schulen und Lehrkräften Handlungsfreiheit zu geben, evidenzbasierte Verfahren zu stärken und die Unterstützung auf Schulebene zu verbessern.

Europäische Schulallianzen werden Schulen und Schulbehörden aus verschiedenen Mitgliedstaaten in langfristigen Partnerschaften zusammenbringen, um die Ergebnisse der Schüler in mindestens einer Grundkompetenz mit jeweils einem messbaren Verbesserungsplan zu verbessern. Erasmus+ bereitet sich bereits auf die Einführung der Europäischen Schulallianzen vor, wobei Schulen und Schulbehörden ab 2027 gezielt unterstützt werden, mit dem Ziel, im nächsten MFR jährlich auf 100 Allianzen aufzustocken.

Ab 2027 wird das neue EU-Netz der Beratungs- und Unterstützungsdienste nationale und regionale Dienste miteinander verbinden, um die praktische Unterstützung von Schulen in den Bereichen Führung, Wohlbefinden, digitale und KI-Bereitschaft und Zusammenarbeit mit Eltern zu stärken. Darüber hinaus werden 30 regionale Dienste mit finanzieller Unterstützung von Erasmus+ ins Leben gerufen.

Nächste Schritte

20. November wird die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, Sozialpartnern, Schulnetzwerken, Lehrerorganisationen, EdTech-Unternehmen und Schülervertretern den Europäischen Bildungs- und Kompetenzgipfel 2026 ausrichten, um mit der Umsetzung des Pakets zu beginnen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier. 


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