Förderung

Hamburg: Lernferien im März mit Rekord

10.630 Schülerinnen und Schüler machten mit Rund drei Viertel aller Schulen mit eigenem Angebot, große Nachfrage bei Prüfungsvorbereitungskursen.

03.05.2021 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
  • © 2014 Syda Productions/Shutterstock

Mit einer Rekordteilnahme von 10.630 Schülerinnen und Schülern wurden in den vergangenen Märzferien in 241 Hamburger Schulen die Lernferien durchgeführt. An den Lernferien im März haben demnach fast so viele Schülerinnen und Schüler teilgenommen, wie in den letzten beiden Lernferien davor zusammengenommen (Sommerferien 2020: 6.902 Schülerinnen und Schüler, Herbstferien 2020: 3.958 Schülerinnen und Schüler). Die Erwartungen für die zum dritten Mal stattfindenden Lernferien wurden damit sogar übertroffen.

Schulsenator Ties Rabe freut sich über den großen Erfolg des Hamburger Modells: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche in ihren Ferien freiwillig zur Schule gehen. Umso erfreulicher ist es, dass sie es doch tun. Die Lernferien haben sich mit ihrem nun schon dritten Durchgang als gute Möglichkeit etabliert, die durch die Schulschließungen entstandenen Lücken wieder zu schließen oder sich auf kommende Prüfungen vorzubereiten. Ich freue mich, dass viele Schülerinnen und Schüler und deren Eltern das genauso sehen und das kostenlose Angebot der Hamburger Schulen so zahlreich nutzen. Mein großer Dank gilt auch den vielen Organisatorinnen und Organisatoren in den Schulen und in der Schulbehörde, die die vielen Angebote nahezu reibungslos auf die Beine stellen.“

Die Auswertungen der Schulbehörde zeigen zudem: Rund drei Viertel aller Hamburger Schulen (241) hatten im März insgesamt 1.258 Lerngruppen für die Kurse der Lernferien organisiert. Allen voran die Stadtteilschulen: 56 der 58 Hamburger Stadtteilschulen (97 Prozent) organisierten insgesamt 512 Lerngruppen für ihre Schülerinnen und Schüler (Gymnasien: 90 Prozent, 374 Gruppen; Grundschulen: 64 Prozent, 347 Gruppen; ReBBZ: 77 Prozent, 25 Gruppen). Das schlägt sich auch in der Beteiligung nieder: Mit 4.290 Schülerinnen und Schülern gingen die meisten Schülerinnen und Schüler, die das Angebot der Hamburger Märzferien wahrnahmen, in eine Stadtteilschule. 3.201 Schülerinnen und Schüler nahmen die Angebote der Gymnasien wahr, 3.047 die der Grundschulen und 92 die der ReBBZ.

Wegen der großen Nachfrage insbesondere bei den Prüfungsvorbereitungskursen mussten kurzfristig weitere Angebote geschaffen werden. Demnach richtete sich jedes vierte Angebot – also insgesamt 325 der 1.258 Lerngruppen (26 Prozent) – an zukünftige Prüflinge. Auch hier wurden die meisten Kurse in den Stadtteilschulen durchgeführt. Insgesamt 221 Kurse richteten sich an die Prüflinge der Stadtteilschulen, davon 139 Kurse für den mittleren Schulabschluss und 82 für das Abitur. Bei den Gymnasien wurden 104 Kurse auf die Prüfungsvorbereitung ausgerichtet, davon 25 für den mittleren Schulabschluss und 79 für das Abitur.

Die Kurse werden von Honorarkräften, Lehrkräften oder Erzieherinnen und Erziehern bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen geleitet. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Personal aus der Schule, dass die Kinder und Jugendlichen gut kennen. Im Sommer hat die Volkshochschule einen Pool an möglichen Kursleitungen aufgebaut, auf den die Schulen nun gegebenenfalls zugreifen können. Die Schulbehörde hatte für die Angebote in den Lernferien im März zusätzlich gut 550.000 Euro eingeplant.

In den kostenlosen Lernferienkursen holen Schülerinnen und Schüler Lernrückstände aus der Zeit der Schulschließungen auf und lernen in individuellen Vorbereitungskursen für die bevorstehenden Abschlussprüfungen. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen lernen in der Regel eine Woche lang jeden Tag drei Schulstunden in Lerngruppen mit durchschnittlich acht Schülerinnen und Schülern. Die Angebote erstrecken sich von den Grundschulen über die Stadtteilschulen und die Gymnasien bis hin zu den Regionalen Bildungs- und Beratungszentren. Alle Angebote der Hamburger Lernferien berücksichtigen den Hamburger Bildungsplan und bieten Materialen und Informationen, die das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) erarbeitet und weiterentwickelt hat. Dabei wird die Förderung der sprachlichen und mathematischen Kompetenzen in einem motivierenden und abwechslungsreichen Lernsetting geboten. Aber auch der kreativ-kulturelle Teil kommt nicht zu kurz und wird durch Tipps und Angebote ergänzt.

In besonderer Weise gilt das Angebot für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen und Sprachförderbedarf. Auch diejenigen Kinder, die während des Distanzunterrichtes das digitale Lernen als besonders herausfordernd erlebt haben oder wenig Unterstützung durch erwachsene Bezugspersonen bekommen, wurden von den Schulen gezielt eingeladen. Die Abschlussjahrgänge, die sich gerne intensiv auf die anstehende Prüfung vorbereiten möchten, nutzten ebenfalls die Lernferien in der Schule. Daneben haben die Lehrkräfte gezielt einigen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Ferienunterricht besonders empfohlen. Die Teilnahme an allen Kursen ist kostenlos und freiwillig.


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