Kein "Schulfriede" auf Kosten von Realschule und Hauptschule
Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL/VDR lehnt einen Schulfrieden ab, der auf Kosten von Realschule und Hauptschule verwirklicht werden soll, wie es nach dem Konzeptpapier der niedersächsischen Grünen-Fraktion vorgesehen ist. "Die Realschule in Niedersachsen wird noch immer von fast 40 % der Eltern nach Klasse 4 angewählt, das ist keine Minderheit, sondern eine konstante Größe. Dieser deutliche Elternwille muss von der Politik ebenso geachtet werden wie der Wunsch nach Einrichtung von Gesamtschulen, " so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender.
27.09.2010 Pressemeldung Verband Reale BildungDer Verband Niedersächsischer Lehrkräfte lehnt einen Schulfrieden ab, der nicht auf diese Fakten Rücksicht nimmt. Grundsätzlich ist der VNL/VDR offen für notwendige Änderungen im Schulsystem. Wenn es neben dem Gymnasium nur noch eine zweite Säule geben soll, dann muss sich diese neue Schulform aus den bestehenden Schulformen entwickeln und darf nicht zu einer Schule für die restlichen Schülerinnen und Schüler werden, die nicht auf das Gymnasium gehen.
Diese neue Schulform muss sich vor Ort aus Bewährtem und Neuem entwickeln, wenn sie von allen Seiten akzeptiert werden soll. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte schlägt "Realoberschule" als Namen für diese neue Schulform vor. "Realoberschule" signalisiert die Höherwertigkeit dieser neuen Schulform, die sich aus den Elementen der Realschule und der Gesamtschule vor Ort entwickeln und bis zum Abitur führen kann.
"Eine Aufteilung der niedersächsischen Schullandschaft in Gymnasium und Gesamtschule wird zu keinem Schulfrieden führen, eher zu einer Spaltung", so Busch abschließend.
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