Bayern

Keine Angst vor Qualitätsvergleichen beim Abitur

In der Debatte um ein gemeinsames Kernabitur aller Länder stellte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt fest, Bayern brauche grundsätzlich keine Angst vor Qualitätsvergleichen zu haben. Der Anspruch an das bayerische Abitur ist eine vertiefte Allgemeinbildung sowie eine wissenschaftspropädeutische Ausbildung, die im Zusammenhang mit der Berufsorientierung in den Seminaren sowohl zur Übernahme von Verantwortung in Wirtschaft und Politik, als auch zu einem schnellen und erfolgreichen Studium befähigt. "Daher stellen wir uns gerne der Herausforderung, die in verbindlich formulierten Standards einer Allgemeinen Hochschulreife liegt," betonte Schmidt.

19.10.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Gleichzeitig warnte der bpv-Vorsitzende aber vor der Gefahr formaler und organisatorischer Schwierigkeiten, was die Umsetzung der Aufgaben eines Kernabiturs angeht. Keinesfalls könne es darum gehen, in ganz Deutschland zu einem einzigen bestimmten Termin gleiche Aufgaben in allen Bundesländern durch die Abiturienten bearbeiten zu lassen. Zu groß wäre die zeitliche Abweichung von den derzeitigen Terminen für die Abiturprüfungen, die je nach Bundesland zwischen Februar und Mai liegen. Ebenfalls könne es keinesfalls darum gehen, Aufgabenstellungen, die ähnlich wie in internationalen Untersuchungen konstruiert sind, in herkömmliche Abituraufgaben einzubauen, oder bisherige Formate grundlegend zu ändern. "Derartige Aufgaben haben mit dem Nachweis einer Allgemeinen Hochschulreife nichts zu tun, da es bei der Abiturprüfung darum geht, logisches Argumentieren in hoher sprachlicher Qualität darzustellen und Gelerntes nachzuweisen," erklärte Schmidt und fügte hinzu: "Der Bayerische Philologenverband plädiert für Aufgabenteile, die in die bisher üblichen Formate eingepasst werden. Das Abitur ist schließlich keine theoretische Führerscheinprüfung und die Kernanliegen der Allgemeinen Hochschulreife kann man nicht durch "Ankreuzen" überprüfen oder nachweisen."


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden