PISA 2009: Nun sollen die Lehrkräfte an allem schuld sein!
"Hätte man bei der OECD in der Auswahl seines Personals für die PISA-Studien jene Sorgfalt walten lassen wie Bayern bei der Auswahl seiner Lehrkräfte, z. B. fundiertes wissenschaftliches Arbeiten, dann hätte man seit Jahren über eine Empfehlung für ein differenziertes Bildungswesen in ganz Deutschland beste Ergebnisse. Leider versteht Herr Schleicher weder die großen Vorteile des vielgliedrigen Schulwesens noch den hohen Wert der beruflichen Bildung im dualen System Deutschlands. Kein Wunder, dass Schleichers Empfehlungen dazu führen, dass Deutschland insgesamt weiter im Mittelfeld bleibt, wenn er ständig der Vereinheitlichung des Bildungswesens das Wort redet, anstelle auf die sehr guten Ergebnisse der Bundesländer zu verweisen, die auf ein vielgliedriges Schulwesen setzen." so kommentiert der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Anton Huber, die aktuellen Vorschläge von Herrn Schleicher für Verbesserungen, die man nun plötzlich über eine bessere Lehrerauswahl und -bildung erreichen könne.
07.12.2010 Pressemeldung Verband Reale BildungDer PISA-Koordinator mit seinen ungebetenen Empfehlungen eröffnet ganz bewusst eine andere Diskussion, um von seinen gescheiterten Empfehlungen für Deutschland abzulenken, meint Huber. In der Tat müsse man bei der Lehrerauswahl und in der Lehrerbildung hohe Qualität anstreben. Huber weiter: "Diese Forderung erfüllen wir in Bayern mit einer grundlegenden schulartbezogenen und fachwissenschaftlich ausgerichteten Lehrerbildung mit Staatsexamen seit vielen Jahren. Wir fragen uns allerdings, ob wir angesichts der Sparbeschlüsse in Bayern künftig tatsächlich die besten Köpfe für ein Lehramtsstudium gewinnen können. Hier handelt die Staatsregierung nicht nur kurzsichtig, sondern auch gegen die Bildungsqualität in Bayern, das sich hoffentlich auch künftig zu einem PISA-Siegerland rechnen darf."
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