Schulrankings bald auch in Deutschland?
(bikl/ots) Der Dortmunder Bildungsforscher Wilfried Bos rechnet mit der schnellen Einführung öffentlicher Schulrankings in Deutschland.
31.01.2007 Artikel"Die Eltern werden sie fordern", sagt Bos der ZEIT, "und die Politik wird sich danach richten." Für derartige Rankings werden die Leistungen der Schüler etwa in Mathematik und Deutsch nach standardisierten Verfahren gemessen, so dass Vergleiche der Schülerleistungen zwischen verschiedenen Schulen möglich sind.
Bos befürwortet solche Rankings als Orientierungshilfe für die Eltern, fordert aber, dass sie fair sein müssten, "sonst sind sie wertlos". Faire Rankings würden zum Beispiel den sozialen Hintergrund der Schüler berücksichtigen. Denn an der Schule in einem Villenviertel seien die Schülerleistungen immer besser als bei einer Einrichtung in einem Problemstadtteil. "Ein simpler Vergleich - ich nenne das Vulgär-Ranking - sagt über die pädagogische Qualität der Schulen gar nichts aus."
Das Testen und die Veröffentlichung von Rankings allein seien nach Ansicht des Bildungsforschers zynisch. Bos fordert "Die Politik muss den Schulen Personal und Know-how geben, damit sie die Mängel beheben können."
Der Erziehungswissenschaftler Wilfried Bos ist Direktor des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Dortmund und ist Deutschland-Chef der internationalen Grundschulstudie Iglu.
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Weiterführende Links
- Institut für Schulentwicklungsforschung
- DIE ZEIT
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