Schulstrukturdebatte ist gewissenlos
Die Landeselternschaft der Gymnasien und der nordrhein-westfälische Philologen-Verband erklären:
20.05.2010 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Für den Lernerfolg und die Zukunft aller Schüler ist einzig die Qualität des Unterrichts entscheidend – und nur sie und keine Strukturveränderung. Die Weiterentwicklung der individuellen Förderung und der Schulqualität muss fortgesetzt werden. Schüler, Lehrer und auch Eltern brauchen dringend die produktive Ruhe und Verlässlichkeit in der Schulpolitik, um vernünftig arbeiten und lernen zu können.
Schüler und Lehrer brauchen einen Schonraum in der politischen Auseinandersetzung. Die umfangreichen Reformen der letzten Jahre müssen ihre Wirkung jetzt entwickeln können. Jegliche weitere grundlegende Veränderung schadet den Schülern und den Schulen.
Ganz entschieden lehnen Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer ein längeres gemeinsames Lernen in Klasse 5 und 6 ab und wehren sich gegen diese Amputation des Gymnasiums. Auch eine Gemeinschaftsschule mit eventuellen Gymnasialklassen kann die umfassende Bildung nicht ersetzen und die Schüler nicht zur Studierfähigkeit führen. Ein bisschen Gymnasium gibt es nicht.
Die Eltern und Lehrerinnen/Lehrer des Gymnasiums werden nicht hinnehmen, dass das knappe Ergebnis der Landtagswahl – beruhend auch auf einer extrem niedrigen Wahlbeteiligung – grundlegende Strukturveränderungen rechtfertigen soll.
Gabriela Custodis, Vorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V.
Peter Silbernagel, Sprecher des Aktionsbündnisses Schule Vorsitzender des Philologenverbandes NW
Keine Kommentare vorhanden