Spaenles Beschwichtigung ist fehl am Platz
Die Landtagsgrünen haben die Beschwichtigungsversuche von Kultusminister Spaenle zum Abiturdurchschnitt in Bayern als Schönrednerei zurückgewiesen. "Es ist klar erkennbar, dass sich die Durchfallerquoten verschlechtert haben und sich hier ein Trend verfestigt, mit dem wir uns als Bildungspolitiker nicht zufrieden geben können", sagte der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.
27.06.2012 Pressemeldung Bündnis 90/Die GrünenDrei Faktoren haben nach Ansicht des grünen Landtagsabgeordneten dazu geführt, dass sich der Schnitt derjenigen Abiturientinnen und Abiturienten, die die Abschlussprüfung nicht bestehen, mehr als verdreifacht habe: "Früher war es rund ein Prozent der Schülerinnen und Schüler, die durchs Abi gerasselt sind. Jetzt, nach der Einführung des G 8, der neuen Oberstufe und des neuen verpflichtenden Fächerkanons beim Abitur haben sich die Zahlen auf mehr als drei Prozent hinaufgeschraubt. Hier ist deutlicher Handlungsbedarf."
Es sei klar erkennbar, dass es eine größere Leistungsspreizung zwischen besonders erfolgreichen und schlechteren Abschlüssen gebe. Als vordringliches Problem hat Thomas Gehring die verpflichtenden Prüfungen in Deutsch und Mathematik ausgemacht. "Nachdem sich der Trend nach unten über zwei Jahre stabilisiert hat, ist es höchste Zeit, eine kritische Bilanz zu ziehen. Spaenles Beschwichtigungsversuche sind hier fehl am Platze."
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