Berlin

Stärkung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts

Mit Beginn des Schuljahres 2012/13 setzt das Land Berlin ein Zeichen zur Verstärkung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Vier Gymnasien setzen nach mehreren Jahren der Erprobung ihr Angebot dauerhaft als Schulen besonderer pädagogischer Prägung fort.

18.01.2012 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

"Wir müssen die Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bildung konsequent verfolgen. Berlin hat in den letzten Jahren entlang der gesamten Bildungskette vielfältige Schritte zur Förderung dieses Bildungsbereichs unternommen: Vom Elementar- über den Primar- und den Sekundarbereich der Schulen, in der Lehrkräfte- und Erzieherinnenausbildung, in der Schulprofilbildung, im Bereich der außerschulischen Lernorte und in der Genderorientierung", so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Zu den neuen Gymnasien besonderer pädagogischer Prägung gehören die Andreas-Oberschule und die Heinrich-Hertz-Oberschule im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die Herder-Oberschule im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Immanuel-Kant-Schule im Bezirk Lichtenberg. Sie richten Klassen mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil sowohl in Jahrgangsstufe 7 als auch in Jahrgangsstufe 5 ein.

Schülerinnen und Schüler dieser Schulen erhalten in der Sekundarstufe I verstärkten Unterricht insbesondere in Mathematik. Sie können auch, wenn sie den nur an diesen Schulen angebotenen Leistungskurs "Mathematik plus" erfolgreich absolviert haben, parallel zum Abitur die Scheine "Analysis I" und "Lineare Algebra I" erwerben, die derzeit von allen Studienrichtungen an deutschen Hochschulen und Universitäten im Grundstudium anerkannt werden.

Ein wesentliches Kennzeichen dieses Modells ist die intensive Begleitung und Unterstützung der Schulen durch die Humboldt-Universität zu Berlin und das Forschungszentrum MATHEON. Der erfolgreiche Abschluss der Erprobungsphase ist wesentlich auch dem persönlichen Einsatz von Professor Dr. Jürg Kramer zu verdanken. Selbstverständlich wird die enge Kooperation von Schule und Hochschule fortgesetzt und weiterentwickelt.

Die bemerkenswerte Arbeit dieser Schulen zeigt sich in der überdurchschnittlich erfolgreichen Teilnahme ihrer Schülerinnen und Schülern an nationalen und internationalen Wettbewerben. Es gelang ihnen beispielsweise mehrfach, bei Internationalen Olympiaden der Mathematik und Naturwissenschaften herausragende Platzierungen zu belegen.

Zusätzlich zu den vier Schulen besonderer pädagogischer Prägung wird das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil an Berliner Schulen weiterhin gestärkt. So sind und werden Profilklassen an folgenden Schulen eingerichtet: Käthe-Kollwitz-Oberschule im Bezirk Pankow, Freiherr-vom-Stein-Oberschule im Bezirk Spandau, Hildegard-Wegscheider-Oberschule im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie der Emmy-Noether-Schule im Bezirk Treptow-Köpenick.


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