VBE zum Ländervergleich

VBE: Mehr Chancengerechtigkeit erfordert zusätzliche Investitionen

"Die Ergebnisse des neuen Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich zeigen einmal mehr, dass in NRW weiterhin erhöhter Investitionsbedarf in der Primarstufe besteht", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zur heute vorgestellten Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

05.10.2012 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

"Verschiedene OECD-Studien haben immer wieder gezeigt, dass im internationalen Vergleich in Deutschland und damit auch in NRW zu wenig in den Grundschulbereich investiert wird."

"Ein Platz im breiten Mittelfeld darf Schulministerin Sylvia Löhrmann nicht zufrieden stellen und muss für die Landesregierung eine Aufforderung sein, den Fokus noch stärker auf die Primarstufe zu richten", so Beckmann. Im Schulgesetz sei zwar der Anspruch auf individuelle Förderung verankert, aber das, was die Landesregierung bisher zur Erreichung dieses Ziels getan habe, reiche bei weitem nicht aus. Nach wie vor seien die Lerngruppen deutlich zu groß und die Angebote für die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte in diesem Bereich unzureichend. "Dass NRWs Grundschüler trotz schlechter Rahmenbedingungen zum Teil gute Leistungen erbringen konnten, ist aus unserer Sicht einzig und allein auf das hohe Engagement der Lehrerinnen und Lehrer zurückzuführen", betont Beckmann. Darüber hinaus müsse der Tatsache, dass die soziale Herkunft immer noch stark bestimmend für den Bildungserfolg ist, besondere Beachtung geschenkt werden.

Unter dem Gesichtspunkt von mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sei es außerdem fatal, dass die Landesregierung beim Thema U3-Betreuung zurzeit Quantität vor Qualität stelle. "Dies wird zur Folge haben, dass die Schere zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg noch weiter auseinandergeht", so Beckmann abschließend.


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