Verband Niedersächsischer Lehrkräfte: Oberschule mit Gymnasialzweig kann "ein Erfolgsmodell für Niedersachsen" werden, wenn ....
Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR sieht nach dem gestrigen "2. Bildungsgespräch" (30.11.2010) gute Chancen für die neue Schulform "Oberschule". Viele am Dienstag vom Kultusminister bekannt gegebene Details decken sich mit den Forderungen des VNL.
01.12.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung"Die neue Oberschule muss einen Gymnasialzweig führen können, der nach 13 Jahren zum Abitur führt, wenn sie ein Erfolgsmodell für Niedersachsen werden soll. Ein Abitur nach 13 Jahren hat sich für die Realschülerinnen und -schüler nach Klasse 10 bislang schon bewährt. Die potentiellen Realschülerinnen und -schüler werden die künftigen Oberschüler sein", so Landesvorsitzender Manfred Busch. Es ist dabei unerheblich, ob das Abitur in einer eigenen Oberstufe oder in einem Beruflichen Gymnasium abgelegt wird.
Handlungsbedarf sieht der VNL in der vorgesehenen Klassenobergrenze von 28 Schülerinnen und Schülern an Oberschulen. "Diese Klassenobergrenze ist zu hoch, es dürfen an Oberschulen nur 25 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse sein, da die Oberschule eine sehr heterogene Schülerschaft haben wird", so Busch weiter.
Über die Höhe der Mindestschülerzahlen, die für die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig notwendig sein sollen, muss noch einmal nachgedacht werden. Es ist zurzeit vorgesehen, dass mindestens 79 Schülerinnen und Schüler je Schuljahrgang, davon 29 im gymnasialen Schulzweig, für die Einrichtung einer Oberschule über einen Zeitraum von 10 Jahren nachgewiesen werden. Eine solche Regelung könnte in einigen Regionen von Niedersachsen zu einem Hindernis für die Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig werden.
Die Absicht des Ministers, die Inklusion von Anfang an bei der Planung des Oberschulmodells mit einzubeziehen, wird ausdrücklich begrüßt. Hier kann auf entsprechende Erfahrungen an Realschulen zurückgegriffen werden.
Der VNL zeigt sich nach dem gestrigen Bildungsgespräch zuversichtlich, dass aus der Oberschule ein erfolgreiches Modell werden kann und keine zu hohen Hürden für deren Einrichtung aufgebaut werden. Busch forderte in Hinblick auf die Einführung der neuen Schulform abschließend: "Die Schulen brauchen nunmehr Planungssicherheit und eine produktive Ruhe, ständige Reformen helfen nicht weiter. Der Unterricht muss wieder im Vordergrund stehen. Es geht um das Wohl unserer Kinder, die unsere Zukunft sind."
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