Wo ist ELEMENT?

Der ehemalige Bildungssenator Klaus Böger hat im April 2003 bei Prof. Rainer Lehmann, dem Leiter der Abteilung Empirische Bildungsforschung an der Humboldt-Universität Berlin, eine wissenschaftliche Studie mit dem Titel ELEMENT ("Erhebungen zum Lese- und Mathematikverständnis – Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin") in Auftrag gegeben, in der das Lese- und Mathematikverständnis von Berliner Schülerinnen und Schülern in den Klassen 4 bis 6 untersucht wurde.

11.10.2007 Berlin Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

ELEMENT war eine Längsschnittstudie, mit der an drei Zeitpunkten von Klasse 4 bis 6 Lernstände und Lernentwicklungen der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden. Die Studie begann im April 2003 und wurde bis zum Juni 2005 durchgeführt. Im Kern der Untersuchung standen Leistungen in den Bereichen Deutsch (Leseverständnis, Rechtschreibung) und Mathematik. Zusätzlich wurden schulspezifische Rahmenbedingungen, außerschulische Bedingungsfaktoren und individuelle Merkmale der Schülerinnen und Schüler untersucht, um die in den Schulen erzielten pädagogischen Erfolge zu erfassen. Mittels der Studie sollten Kompetenzen und Lernentwicklungen der Berliner Schülerinnen und Schüler in den Klassen 4 bis 6 gemessen und Bildungsergebnisse der Schulen ermittelt werden. Dabei sollte beantwortet werden wie unterschiedlich die Fachleistungen und schulbezogenen Einstellungen von Berliner Schülerinnen und Schülern (z.B. Zufriedenheit mit Schule) am Übergang der Jahrgangsstufen 4/5 und in ihrer Entwicklung bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6 sind; ob es besondere Förderbedarfe für besonders Leistungsschwache bzw. besonders Begabte, für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, für Jungen bzw. Mädchen gibt;

  • inwieweit Unterschiede bestehen zwischen Bezirken, zwischen Grundschulen/Grundschulklassen und grundständigen Gymnasien/Gymnasialklassen;
  • welcher Zusammenhang zwischen außerschulischen Faktoren wie dem Sozialstatus oder der Muttersprache und den ermittelten Lernständen besteht;
  • welche Bedeutung die frühe oder späte Einschulung und das Überspringen oder Wiederholen einer Grundschulklasse für die Leistung und Einstellungen der Kinder haben;
  • in welchem Zusammenhang Schulnoten und die getesteten Kompetenzen stehen;
  • wie realistisch und gerecht die Übergangsempfehlungen von der Grundschule in die weiterführenden Schulen sind;
  • wie unterschiedlich die Unterstützung der Eltern (Freizeitverhalten, Bildungsnähe, Wertvorstellungen) und die schulischen Gegebenheiten (Ausstattung, Programm, Kollegienzusammensetzung) sind.

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