Rangliste der Bundesländer im Bildungsmonitor

(bikl.de) Die Bundesländer Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bieten einer Studie zufolge aus ökonomischer Sicht die besten Bildungsvoraussetzungen in Deutschland. Schlusslichter sind demnach Saarland, Bremen und Sachsen-Anhalt.

21.08.2007 Artikel

Der jährlich im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellte Bildungsmonitor wurde bereits zum vierten Mal durchgeführt. Er vergleicht die Bildungssysteme der Länder anhand von Indikatoren wie Schulqualität, Betreuungsbedingungen, Arbeitsmarktorientierung oder Studienbedingungen und vergibt dafür Punkte. Die verwendeten Indikatoren wurden unter anderem von den Statistischen Landesämtern und der OECD erhoben und stammen mehrheitlich aus dem Jahr 2005. Bei der Erstellung des Bildungsmonitors werden also keine eigenen Daten erhoben.

Bildungsbedingungen durchweg verbessert

Die höchsten Werte erzielte in diesem Jahr Sachsen mit 68,9 Punkten, die niedrigsten Mecklenburg-Vorpommern mit 48,5. Im vergangenen Jahr hatte noch Baden-Württemberg die Rangliste angeführt. Insgesamt verbesserten sich laut der Studie seit 2004 die Bildungsbedingungen in allen Ländern. Demnach wurde der Fremdsprachenunterricht an Grund- und beruflichen Schulen deutlich ausgebaut. Außerdem habe die Zahl der Hochschulabsolventen zugenommen. Immer mehr Bildungsausländer studierten nun an deutschen Hochschulen. Zudem sei die Zahl der Kooperationen deutscher mit internationalen Hochschulen deutlich angewachsen. Auch seien die Bildungsausgaben pro Schüler an Grundschulen gestiegen. Darüberhinaus, so die Studie, wurde der Ganztagsunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen ausgedehnt. Der Anteil der frühzeitig aus dem Schuldienst ausscheidenden Lehrer sei gesunken und der Professionalisierungsgrad des Personals in Kinder-Tageseinrichtungen habe zugenommen.

"Nur ein Teil der Wahrheit"

Die Arbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie finanziert. In einer ersten Stellungnahme hat die hessische Kultusministerin Karin Wolff darauf hingewiesen, dass der Bildungsmonitor eine Studie mit rein ökonomisch orientierter Zielsetzung sei, die Bildungspolitik auf den Bereich Mensch und Arbeitsmarkt reduziere. "Dies ist immer nur ein Teil der Wahrheit, wenn man den Erfolg von Bildungspolitik untersucht", betonte Wolff heute. Außerdem seien die wirtschaftliche Effizienz und der Arbeitsmarkterfolg nur zum Teil mit Mitteln der Schulpolitik zu beeinflussen, wie sich an der Ausbildungsplatzsituation der vergangenen Jahre gezeigt habe. Sachsen-Anhalt hatte der Studie im Jahr 2004 gar "mangelnde Seriosität" vorgeworfen.


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Weiterführende Links

  • Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
  • Institut der deutschen Wirtschaft Köln
  • Detailergebnisse der Studie

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