Baden-Württemberg liegt bei Pisa erneut über dem internationalen Schnitt und in der deutschen Spitzengruppe / Hohes Niveau noch ausgebaut
Nach den Erfolgen beim Ländervergleich von PISA 2000 und von IGLU liegen Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg wieder inmitten der nationalen Spitzengruppe um Bayern, Sachsen und Thüringen. In allen drei Kompetenzbereichen - mathematische Grundbildung, Lesekompetenz und naturwissenschaftliche Grundbildung -zeichnen sich weitere Verbesserungen ab. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse bei Aufgaben zur Problemlösefähigkeit.
15.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergBaden-Württembergs Kultusministerin Dr. Annette Schavan erklärte: "Wir sind mit den Ergebnisse für das Land sehr zufrieden. Baden-Württemberg hat sich von hohem Niveau ausgehend in fast allen Bereichen weiter verbessert. Das ist - kurz vor den Sommerferien - ein gutes Zeugnis für unsere Schulen, sehr gut im deutschen und überdurchschnittlich gut im internationalen Vergleich." Schavan weiter: "Es gibt kein Ergebnis, das nicht noch gesteigert werden könnte. Die Reformen werden weiter gehen und dabei auch den vorschulischen Bereich stark einbeziehen. Unser Ziel ist, für Baden-Württembergs Schulen dauerhaft einen Platz in der Weltspitze zu sichern und den Schülerinnen und Schülern damit optimale Möglichkeiten."
Ergebnisse für Baden-Württemberg
Im Untersuchungsschwerpunkt mathematische Grundbildung haben Schülerinnen und Schüler erneut 512 Punkte erzielt und damit ihr überdurchschnittliches Ergebnis von PISA 2000 stabilisiert.
Eine Steigerung ergibt sich bei der Lesekompetenz. Dort haben die Schülerinnen und Schüler aus dem Südwesten im Vergleich zu PISA 2000 (500 Punkte) um sieben Punkte zugelegt.
Bei der naturwissenschaftlichen Grundbildung legt Baden-Württemberg im Vergleich mit 2000 noch acht Punkte zu. Die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Land, komplexe Aufgaben eigenständig und kreativ zu lösen, ist besonders stark ausgeprägt; mit 521 Punkten.
Als Erfolg sind die weiteren Leistungssteigerungen nach den guten Ergebnissen von PISA 2000 zu werten; in fast allen Bereichen haben die Schülerinnen und Schüler Baden-Württembergs noch zulegen können.
Bemerkenswert sei aber laut Schavan vor allem der Leistungszuwachs insbesondere in einigen der neuen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt oder Thüringen: "Das Leistungsgefälle innerhalb Deutschlands zwischen Ost und West nimmt erfreulicherweise ab. Damit werden voreilige Interpretationen, wie sie unlängst Professor Klemm vorgestellt hat, gründlich widerlegt. Der Zusammenhang zwischen schulischer Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft eines Landes besteht nicht, wie die Ergebnisse aus drei der fünf neuen Bundesländer unzweifelhaft belegen. Vielmehr zeigt sich, dass Qualitätsverbesserungen in aller erster Linie durch eine leistungsfordernde und leistungsfördernde Unterrichtskultur erreicht werden. Das Nord-Süd-Gefälle wurde dagegen verringert, weil sich auch schwächere Länder weiter entwickelt haben", sagte Schavan.
Die Kultusministerin hob hervor: "Die seit der Mathematikstudie TIMSS angestoßenen Reformen zur Unterrichtsentwicklung greifen. Als richtig stellen sich die Stärkung der Naturwissenschaften, die Maßnahmen im Bereich der Lehrerfortbildung zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts, die Lernstandserhebungen sowie die Entwicklung eines kompetenzorientierten Bildungsplans heraus." Hinzu komme, dass die umfassende Weiterentwicklung der Grundschule - etwa die verbindlichen Kooperationen mit dem Kindergarten, die Gestaltung des Schulanfangs, der frühe Fremdsprachenunterricht - Baden-Württemberg bei der Grundschuluntersuchung IGLU einen Platz in der Weltspitze beschert hat und damit eine solide Grundlage für die Lernentwicklung von Kindern in den weiteren Schulen schafft. Schavan: "Baden-Württemberg wird den Weg der Qualitätsverbesserung und Steigerung der Leistungsfähigkeit auch künftig konsequent weitergehen und dabei ein besonderes Augenmerk auf eine frühzeitige Förderung und Sicherung der individuellen Lernvoraussetzungen legen. Das nächste Ziel für die Schulen in Baden-Württemberg wird der dauerhafte Platz in der weltspitze sein und dieses Ziel soll schon 2006 erreicht werden."
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