Land legt schon jetzt Schwerpunkt auf Bildung im frühkindlichen Bereich

Als "alten Wein in neuen Schläuchen" bewertet Vera Reiß, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, die heutigen Vorschläge der CDU-Landtagsfraktion zur Einrichtung von verpflichtenden "STARTERklassen" für alle Fünfjährigen.

25.09.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Nachdem die CDU mit ihrer Forderung nach einer Einschulung mit fünf Jahren bereits vor Jahren ins Leere gelaufen ist, wärmt sie diesen Vorschlag nun unter anderen Vorzeichen auf und nennt es STARTERklassen", sagte Reiß.

"Für die CDU findet Bildung scheinbar nur in Schulen statt. Das sieht die Landesregierung dezidiert anders. Für uns haben die Kindertageseinrichtungen bei der frühen Bildung und Betreuung von Kindern eine zentrale Bedeutung", sagte die Staatssekretärin und verwies auf das im Jahr 2005 gestartete Landesprogramm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an".

Mit diesem Programm und dem Anfang 2006 in Kraft getretenen Landesgesetz zum Ausbau der frühen Förderung habe die Landesregierung mit Erfolg einen Schwerpunkt auf den zügigen Ausbau des Bildungs- und Betreuungsangebots im frühkindlichen Bereich gelegt.

Die flächendeckende Sprachförderung von Kindern und die intensivere Vorbereitung auf die Einschulung seien ebenso Kernbestandteile von "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" wie die gezielte Unterstützung von Weiterbildungsangeboten für Erzieherinnen und Erzieher.

"Unser Programm stellt längst auf genau das ab, was die CDU heute fordert, nämlich den Übergang vom Kindergarten zur Schule zu glätten. Dabei steht für uns das einzelne Kind im Mittelpunkt und nicht die Institution", argumentierte Reiß.

Die Landesregierung erfülle damit auch die Bedürfnisse der überwältigenden Mehrheit der Eltern in Rheinland-Pfalz. "Sie stellen unserem Ansatz einer dem Alter der Kinder gemäßen Förderung ein gutes Zeugnis aus", sagte Reiß. Eine jüngst veröffentlichte Repräsentativbefragung der Gesellschaft für Politik- und Sozialforschung zum Angebot in den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz komme zu dem Ergebnis, dass 96 Prozent aller befragten Eltern Maßnahmen mit direktem Bildungsbezug wie der Sprachförderung oder der Vorbereitung auf die Schule in den Kindertagesstätten eine hohe Priorität beimessen.

Darüber hinaus habe Rheinland-Pfalz die Einschulungsregelungen bereits flexibilisiert, um besser auf die individuelle Entwicklung von Kindern eingehen zu können. Wenn die Eltern dies wünschten und die Kinder dazu in der Lage seien, sei eine Einschulung – ohne Altersgrenze – auch früher möglich.

"Die Erfahrungen zeigen, dass dieser Weg den Interessen von Eltern und Kindern entspricht", sagte Reiß.


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