Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat vorgeschlagen, mehr Ausbildungsplätze für junge Menschen an Schulen zu schaffen. Diese sollten gegenüber einer betrieblichen Ausbildung gleichwertig sein, die Ausbildung müsse mit einer Kammerprüfung abschließen. Ziel sei, das unzureichende Ausbildungsplatzangebot zu ergänzen. "Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt ist bei den Ausbildungsplätzen nicht angekommen. Nachdem bereits 2009 50.000 Ausbildungsverträge weniger als im Vorjahr abgeschlossen worden sind, haben 2010 noch einmal 4.000 junge Menschen weniger einen Ausbildungsvertrag ergattert. Wenn die Unternehmen nicht willens und in der Lage sind, genügend Ausbildungsverträge anzubieten, muss der Staat in die Bresche springen. Das ist allemal sinnvoller, als Jugendliche Jahr für Jahr in Warteschleifen abzuschieben und mit vielen Milliarden Notlösungen zu finanzieren", sagte Stephanie Odenwald, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Berufliche Bildung und Weiterbildung, am Mittwoch mit Blick auf den heute veröffentlichten Berufsbildungsbericht 2011.
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06.04.2011
Pressemeldung
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft