Durchlässigkeit

137 000 Migrantenkinder ohne regulären Schulabschluss

Kinder von Migranten tun sich schwer im deutschen Schulsystem. Das Statistische Bundesamt hat anhand von Zahlen aus dem Jahr 2007 den Schulerfolg von "Menschen mit Migrationshintergrund" untersucht, die ihre schulische Ausbildung ausschließlich in Deutschland erhalten haben. Dazu mussten diese entweder in Deutschland geboren oder beim Zuzug höchstens fünf Jahre alt gewesen sein. mehr

21.10.2008 Pressemeldung Statistisches Bundesamt (DESTATIS)

Bildungsgipfel: Wirtschaft fordert großen Wurf für die Bildung

Der Bildungsgipfel von Bund und Ländern ist eine einmalige Chance, die notwendigen Reformen im Bildungssystem zu bündeln und voranzutreiben. Wir unterstützen den Anstoß der Bundeskanzlerin, Bildung auf allen Ebenen zur Chefsache zu machen. Wir hoffen, dass die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit der Kanzlerin eine Gesamtstrategie vereinbaren, die die Qualität von Bildung in allen Bereichen verbessert. mehr

20.10.2008 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

"Thema Berufsausbildung wird nicht konsequent genug behandelt"

(redaktion/PM) Die mangelhafte Integration junger Menschen in die Arbeitswelt verursacht ganz erhebliche gesellschaftliche Folgekosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt wurde. "Mit unserer Untersuchung wollen wir wenige Tage vor dem Bildungsgipfel in Dresden nachdrücklich auf die Probleme junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt aufmerksam machen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Dr. Gunter Thielen, bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Aus unserer Sicht wird das wichtige Thema der Berufsausbildung immer noch nicht konsequent genug behandelt." mehr

12.10.2008 Artikel

BIBB-Präsident Manfred Kremer: "Berufliche Aus- und Weiterbildung besser miteinander verzahnen"

Anlässlich des "2. Deutschen Weiterbildungstages" am 26. September hat der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Manfred Kremer, eine bessere Verzahnung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Unternehmen gefordert, um die Durchlässigkeit im Bildungssystem nachhaltig zu fördern. "Die Bundesregierung hat mit ihren Initiativen im Innovationskreis Weiterbildung und mit Instrumenten wie der Bildungsprämie die richtigen Maßnahmen ergriffen, aber angesichts der Herausforderungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sind weitere Anstrengungen notwendig", betonte Kremer. Die betriebliche Weiterbildung in Deutschland stagniere, teilweise sei sie sogar rückläufig. Im europäischen Vergleich nehme Deutschland weiterhin nur einen Platz im hinteren Mittelfeld ein. "Wenn der beruflichen Weiterbildung nicht von allen Beteiligten - Staat, Wirtschaft und Privatpersonen - größere Bedeutung beigemessen wird, verspielt Deutschland seine Zukunftschancen." mehr

25.09.2008 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Meister-BAföG wird attraktiver und flexibler

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG oder auch Meister-BAföG) beschlossen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte dazu in Berlin: "Das Meister-BAföG ist ein Kernelement der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Mit den geplanten Leistungsverbesserungen setzen wir nach der BAföG-Reform auch im Bereich der beruflichen Bildung ein deutliches Signal. Wir wollen berufliche Aufstiegsfortbildungen noch attraktiver machen und mehr Menschen als bisher für Fortbildungen gewinnen. Die Leistungsverbesserungen sind ein wichtiges Signal für den Aufstieg der Fachkräfte in Deutschland." Die Bundesregierung steigert ihre Ausgaben für das Meister-BAföG mittelfristig von derzeit rund 122 Millionen Euro um mehr als 60 Prozent auf über 200 Millionen Euro jährlich. mehr

24.09.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

© VdS Bildungsmedien
Interview

"Priorität für die Sorgenkinder"

Bund und Länder scheinen das Kernproblem des deutschen Schulsystems nicht im Blick zu haben: die Bildungsverlierer. Jetzt haben namhafte Bildungsforscher aus dem Wissenschaftlichen Beirat zur Steuerungsgruppe von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Kultusministerkonferenz (KMK) eine harsche PISA-Bilanz gezogen. Erziehung & Wissenschaft (E&W) sprach mit Bildungsforscher Heinz-Elmar Tenorth, Mitglied des Gremiums. mehr

22.09.2008 Artikel

Studiengebühren: Wissenschaftsminister Frankenberg will Finanzierung von Beamtenstellen aus Studiengebühren ermöglichen

- Hochschule 2012: Neue Studienangebote im Wintersemester 2008/2009 - Berufsakademie wird duale Hochschule - Frankenberg: Mehr Studierende noch besser ausbilden - erfolgreiche Hochschulpolitik für Forschung und Lehre fortsetzen mehr

22.09.2008 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Kultusministerium weist Vorwürfe der Grünen zurück

Bayern fördert die Kinder bestmöglich - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, weist das Bayerische Kultusministerium die heute von den Grünen erhobenen Vorwürfe zurück. Die Grünen hatten dabei ihre Vorwürfe, das Bayerische Schulwesen benachteilige Kinder aus sozial benachteiligten Familien, auf die Auswertung der der PISA-Ergebnisse von 2003 stützen wollen. mehr

18.09.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Rigoros betriebene Auslese schadet Kindern

"Die schulische Karriere darf nicht über die Bedürfnisse von Kindern gestellt werden. Alle Kinder haben ein Recht auf die Zeit, die sie für erfolgreiches Lernen und den Erwerb vielseitiger Kompetenzen brauchen." Anlässlich des bevorstehenden Weltkindertages am Samstag forderte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, mehr Zeit für individuelle Förderung und persönliche Zuwendung in der Schule. "Unsere Schulen müssen für alle Kinder Lern- und Lebensraum sein. Der Bildungsauftrag muss im Mittelpunkt stehen und darf nicht ständig vom Sortierauftrag verdrängt werden. Verantwortungsvolle Schul- und Bildungspolitik muss die Bedürfnisse der Kinder ernst nehmen und entsprechend auf sie eingehen. Die Fixierung auf Noten und die zu früh einsetzende Auslese von Kindern erschwert diesen Prozess jedoch." Die rigoros betriebene Auslesediagnostik bezeichnete Wenzel als "anachronistisch, pädagogisch kontraproduktiv und schädlich." Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich Rahmenbedingungen, die kindgerechtes Lernen fördern. mehr

18.09.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Pisa-Forscher Baumert empfiehlt zweigliedriges Schulsystem

(redaktion/ots) Einen Kurswechsel in der Bildungspolitik fordert der führende deutsche Erziehungswissenschaftler Jürgen Baumert. In der ZEIT beklagt der Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, die Kultusminister hätten die besonders lernschwachen Schüler nicht energisch genug gefördert. mehr

18.09.2008 Artikel