Hauptschule

GEW: Ständige Lehrerreserve ist zu klein

"Bis zu fünf Prozent Unterrichtsausfall sind im selbst ernannten Kinderland Baden-Württemberg ein Skandal. Die CDU/FDP-Landesregierung ist mit dem Versprechen angetreten, die Lernbedingungen zu verbessern. Stattdessen erleben Eltern täglich, dass ihre Kinder früher vor der Haustüre stehen, weil Unterricht nicht vertreten werden kann. Wenn Kultusminister Helmut Rau sich schon damit zufrieden gibt, dass es seit 2005 nicht schlimmer geworden ist, ist das eine Ohrfeige für alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern", sagte am Freitag (21.12.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

21.12.2007 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Hauptschulen sollen sich selbst schön reden

"Der Ministerpräsident hat entschieden, dass im Vorfeld der Grundschulempfehlungen in ganz Baden-Württemberg Hauptschultage stattfinden sollen", heißt es in dieser Woche in einem Brief an Hauptschulen in der Region Stuttgart. Landesweit sollen die 1.200 Hauptschulen in Baden-Württemberg im Frühjahr 2008 mit Hauptschultagen für ihre Schulart werben. Bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben sich bereits empörte Schulleiter/innen gemeldet. "Ich weiß nicht, wann der Ministerpräsident zuletzt eine Hauptschule besucht hat. Offenbar glaubt er, dass die Hauptschulen selbst für die sinkenden Übergangsquoten verantwortlich sind und sich dies mit etwas Werbung ändern ließe", so ein Schulleiter. mehr

20.12.2007 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Weiterer Anstieg bei den Schulabsolventen mit Studienberechtigung im Jahr 2006

2,1 Millionen Abgänger und Absolventen verließen 2006 insgesamt die Schulen in Deutschland, 11.900 bzw. 0,6 % mehr als 2005. Das teilte die Kultusministerkonferenz in ihrer soeben erschienenen jährlichen Schulstatistik mit. Die entsprechende Zahl aus allgemein bildenden Schulen stieg um 3.900 (0,4 %) auf 967.000. Die Zahl der Hauptschulabschlüsse (237.500) und Realschulabschlüsse (395.000) ist um 4.300 (1,8 %) bzw. 3.900 (1,0 %) leicht gesunken. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Absolventen mit Hochschul- und Fachhochschulreife um 14.200 (5,8 %) auf 258.000. Die beruflichen Schulen verließen 2006 insgesamt 1.147.700 Schülerinnen und Schüler, das waren 8.000 (0,7 %) mehr als im Vorjahr. Darunter waren 157.000 mit Hochschul- bzw. Fachhochschulreife, 1.300 (0,9 %) mehr als im Vorjahr. mehr

20.12.2007 Pressemeldung Sekretariat der Kultusministerkonferenz

Niedrigste Hamburger Schulabbrecherquote seit 1996

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute die Vorstellung der Jahresbilanz des Hamburger Ausbildungsmarkts 2007 zum Anlass genommen, auf die neuen, deutlich gesunkenen Zahlen von Schulabbrechern in Hamburg zu verweisen: Mit 10,3 Prozent ist die Quote der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss so niedrig wie seit 11 Jahren nicht mehr. 2001 hatte sie mit 12,5 Prozent ihren bisher höchsten Wert in Hamburg erreicht. mehr

19.12.2007 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues: "Wir wollen die Quote der Schulabbrecher bis 2010 halbieren"

Das Modellprogramm "Schulverweigerung - Die 2. Chance" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist bereits im ersten Jahr ein Erfolg: Bislang haben fast 1800 Mädchen und Jungen, die über längere Zeit nicht mehr zur Schule gingen, das Projekt genutzt, um einen Abschluss zu schaffen. mehr

19.12.2007 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

GEW: Kürzungen beim Förderunterricht zurück nehmen

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für eine sachliche und differenzierte Analyse und Diskussion der PISA-Ergebnisse stark. "Wem die Interpretationen der OECD nicht passen, der findet in der Studie genug Material, das sich für die Verbesserung unserer Schulen nutzen lässt. Wer aus den Vergleichsstudien lernen will, muss sich mit den Ergebnissen sorgfältig befassen, anstatt mit pauschalen Attacken die wichtigen internationalen Vergleichsstudien als unseriös zu diffamieren", sagte am Dienstag (18.12.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) anlässlich der Landtagsdebatte über internationale Vergleichsstudien. mehr

18.12.2007 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

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Wozu ein Hauptschulabschluss ohne Hauptschule?

Von Valentin Merkelbach Als 2005 der zweite PISA-Ländervergleich veröffentlicht wurde, waren es diesmal nicht die Südländer Bayern und Baden-Württemberg, auf die sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtete, sondern die drei ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit ihren Systemen ohne eigenständige Hauptschule, die sich unter dem Aspekt "soziale Auslese" und "Risikogruppe" als überraschend erfolgreich präsentierten. Seitdem stellt sich auch unter den Gegnern jeglicher Strukturveränderung die Frage, ob nicht wenigstens die Reduktion der Schulformen von vier auf drei oder zwei das deutsche Schulsystem im internationalen Leistungsvergleich aus seinem Mittelmaß herausführen könnte. Dabei geriet die Hauptschule ins Visier, die es in den drei ostdeutschen Ländern nur kurze Zeit nach der Wende gegeben hat und die in den übrigen Ländern immer mehr zur Problemschule geworden ist. Auch wenn man sie mit immer neuen Fördermaßnahmen zu retten versucht, sie verliert bei Eltern rapide an Akzeptanz, weil der Abschluss dieser Schulform kaum noch eine Perspektive bietet für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. mehr

18.12.2007 Artikel

VBE fragt: Wieso gibt es keine Technische Hauptschule, wieso keine mit Kochen, Kunst oder Sport als Hauptfach?

Während man sich eine Realschule oder das Gymnasium aussuchen kann, *muss* ein Hauptschüler diese Schule besuchen. Dieser Umstand führt zu kei­ner Stei­ge­rung der Attraktivität der zurzeit ziemlich unbeliebten Schulart. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Würt­temberg spricht sich in dem vom Landesvorstand mehrheitlich angenommenen Arbeitspa­pier "Schu­le neu denken" für eine flexible Öffnung des starren Systems aus und damit für den behut­sa­men, suk­zessiven Um­bau der Bildungslandschaft - weg von der zementierten Dreigliedrig­keit nach vier Jahren Grundschule hin zu einer längeren Zeit gemeinsamen Lernens, bis hin zu einer "Gemein­schafts­schu­le" - zunächst bevorzugt an den Standorten, wo es alle Betei­lig­ten so wollen. mehr

16.12.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW): Heftiger Protest gegen finanzielle Kürzungen im Bereich der Lehrerfortbildung

- Aus Bildungsstudien weitere konstruktive und praxisorientierte Konsequenzen ziehen! - G8-Ganztagsbetrieb erfordert erhebliche Investitionen in Schulgebäude und Turnhallen - Schluss mit Schulstrukturdebatten – Energie auf Weiterentwicklung der Schularten konzentrieren mehr

14.12.2007 Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

Ohne Hauptschule ein aufstiegsorientiertes Bildungsangebot

(bikl.de) Auch in Rheinland-Pfalz wird es in Zukunft keine Hauptschulen mehr geben. Damit existiert diese Schulform bald in zehn von sechzehn Bundesländern nicht mehr. Neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule (IGS) soll es in Rheinland-Pfalz ab 2009 nur noch die so genannte Realschule plus geben. Im Interview erläutert die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen das neue Modell. mehr

14.12.2007 Artikel