"Wir sind für den Erhalt des bestehenden mehrgliedrigen Schulsystems mit dem Ziel der Weiterentwicklung und Profilierung aller Schularten. Mit der Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, das individuell und differenziert am besten auf unterschiedliche Begabungen eingehen kann, würde der Trend hin zu Privatschulen gefördert und die Schere zwischen denen, die sich bessere Bildung leisten, und denen, die diese Mittel für ihre Kinder nicht aufbringen können vergrößert", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Karl-Heinz Wurster, zur laufenden Schulstrukturdebatte. Ohne eine Leistungs- und Begabungsdifferenzierung können weder "neunjährige Basisschule", noch "Gesamt- oder Gemeinschaftsschule" oder eine so genannte "Schule für alle" erfolgreiche Bildungsarbeit leisten. Der Philologenverband warnt vor "bildungspolitischen Rückwärtsrollen und Seiltänzen" mit vorprogrammiertem Absturz. Wurster: "Wir setzen uns für die Erhaltung und sinnvolle Weiterentwicklung des gegliederten Schulsystems und für eine schulartspezifische Stärkung und Förderung aller Schularten ein; ´nein´ sagen wir zu allen zweifelhaften Experimenten, die auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden."
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22.05.2007
Pressemeldung
Philologenverband Baden-Württemberg