Der Beruf des Schulleiters wird mehr und mehr zum Stressjob. Vor allem Leiter/innen sogenannter Brennpunktschulen mit mehreren hundert Schülern/innen sind oftmals extremen Belastungen ausgesetzt. "Obwohl viele Schulleiterinnen und -leiter beinahe täglich mit sozialen Problemen konfrontiert sind und intervenieren müssen, um Eskalationen zu vermeiden, müssen sie zusätzlich Unterricht abhalten und sind nicht frei gestellt", kritisierte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel. "Viele Schulleiterinnen und -leiter verbringen einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit Gesprächen, in denen sie Streit schlichten. Oftmals kommen diese Gespräche mit Schülern und Eltern spontan zustande. Sie kosten nicht nur Energie und Kraft, sondern erfordern ein hohes Maß an Professionalität. Die meisten Schulleiter/innen werden mit der Fülle ihrer Aufgaben nur deshalb fertig, weil sie sich in ihrem Idealismus und Engagement ausbeuten lassen." Der Beruf hat deutlich an Attraktivität eingebüßt, so dass es immer schwieriger wird, frei gewordene Stellen zu besetzen. Besonders schlimm ist die Situation an kleinen Schulen. Schulleiter verfügen dort nicht einmal über eine Verwaltungskraft, führen aber Klassen und sollen allen Erwartungen gerecht werden.
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01.04.2008
Pressemeldung
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.