PISA: "Weiter so" reicht nicht – Spitze braucht Innovationen
Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern angesichts der neuen PISA-Ergebnisse eine Verbesserung der Unterrichtssituation und der Lernkultur an den bayerischen Schulen.
07.12.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen"Es ist positiv, dass sich Deutschland nach zehn Jahren PISA etwas in den Schülerleistungen verbessert hat", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Die PISA-Ergebnisse würden aber keinen Anlass geben für eine selbstgenügsame bayerische Bildungspolitik nach dem Motto "wir machen eh schon alles richtig". So sei in Punkto LehrerInnenbildung, Unterrichtsgestaltung und Schulorganisation der Blick nach außen nach wie vor lehrreich. Denn PISA habe gezeigt, dass gerade die integrativen Schulsysteme der Industrienationen wie Kanada und Finnland erfolgreich seien, indem sie allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund, gleiche Lernmöglichkeiten böten.
"Kultusminister Spaenle hat nach dieser PISA-Untersuchung endgültig keinen Anlass mehr, die individuelle Förderung gegen eine vermeintliche ´Einheitsschule´ auszuspielen", so Thomas Gehring. Um die Spitze zu erreichen, müsse eben auch in Bayern über den Tellerrand hinaus geschaut werden. "Wir brauchen neue Unterrichtskonzepte, mehr Selbstständigkeit für die Schulen und integrative Schulformen und kein System, das von vornherein unterstellt, dass die Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Laufbahnen bestimmt sind und diese dementsprechend bereits sehr früh auf unterschiedliche Schulen aufteilt."
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