Schüler entwickeln Audioguides für Holocaust Gedenkstätten

Wie kann man das, was 1944/45 im KZ-Außenlager Mühldorf passiert ist, Jugendlichen heute vermitteln? Wie finden junge Menschen am besten einen Zugang zur Geschichte, zumal zur Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Opfer?

11.12.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schülerinnen und Schüler der Mühldorfer Hauptschule und des Ruperti-Gymnasiums suchten auf diese Fragen eine Antwort und entwickelten Audioguides für das Außenlager des Konzentrationslagers Dachau in Mühldorf. "Ihr gebt dem Außenlager Mühldorf eine Stimme", betonte Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Projekt "Schüler entwickeln Audioguides für eine Holocaust Gedenkstätte".

Ihre Eindrücke vom "Mühldorfer Hart" setzen die Schüler mit Unterstützung von Historikern und unter Anleitung von professionellen Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks als Hörstücke um, die andere Jugendliche bei ihrer Exkursion nach Mühldorf hören können.

Ideen sammeln, strukturieren, sprechen, mischen, schneiden und Regie führen – alle Aufgaben übernehmen die Schüler selbst. So entstehen Hörstücke aus dem Blickwinkel junger Leute, die historisch fundiert sind und technisch höchsten Ansprüchen genügen.

"Damit leistet ihr einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit", so Staatssekretär Huber im Beisein von Max Mannheimer, selbst Überlebender des ehemaligen Außenlagers Mühldorf und anderer Konzentrationslager. "Ihr habt gezeigt: ein Wegschauen, ein Vergessen, einen Schlussstrich wird es auch in eurer Generation nicht geben."


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