Förderung

Bildungsministerin Karin Prien begrüßt die ersten PerspektivSchulen

Für 20 Schulen in Schleswig-Holstein eröffnen sich von heute an ganz neue Perspektiven: Sie nehmen am PerspektivSchul-Programm teil und erhalten bis zum Jahr 2024 insgesamt 25,5 Millionen Euro.

08.05.2019 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
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Zum offiziellen Start des Programms begrüßte Bildungsministerin Karin Prien heute im Kieler Musiculum die Schulleitungen der ersten PerspektivSchulen sowie Expertinnen und Experten aus Schulpraxis und Lehrerfortbildung zum offiziellen Auftakt des Programms: „Schleswig-Holstein setzt als erstes Flächenland ein solches Programm landesweit in die Tat um und wird im Laufe der kommenden fünf Jahre insgesamt 60 Schulen mit mehr als 50 Millionen Euro fördern“, so Ministerin Prien. Für die Jamaika-Landesregierung sei es ein zentrales gemeinsames Projekt, Schulen, die aufgrund der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft und ihres sozialen Umfeldes besondere Herausforderungen zu schultern haben und damit Besonderes leisten, auch besonders zu unterstützen. „Das setzen wir jetzt in die Tat um.“

Die ersten 20 Schulen seien nicht nur PerspektivSchul-Pioniere, sie profitierten auch am meisten von dem Programm und das mit gutem Grund: „Sie haben den größten Bedarf. Das hat der PerspektivSchul-Index ergeben, den wir für dieses Programm vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) haben entwickeln lassen“, erläuterte Prien. Auf der Basis dieser Daten seien nun neun Schulen aus Kiel, zwei aus Neumünster, zwei aus Rendsburg, zwei aus Flensburg und jeweils eine aus Pinneberg, Husum und Geesthacht ermittelt worden. „All diese Schulen sind hoch motiviert, die große Chance für ihre Schulentwicklung zu nutzen, die ihnen mit dieser zusätzlichen Unterstützung geboten wird“, freute sich Prien. 

Die ersten 20 Schulen erhalten bis 2024 - und damit über den längsten Zeitraum -insgesamt 25,5 Millionen Euro. Zum Schuljahr 2020/21 werden weitere 20 Schulen in das Programm aufgenommen, die insgesamt zehn Millionen Euro erhalten und 2021/22 folgen noch einmal 20 Schulen, die dann zusammen sechs Millionen Euro bekommen. Jede PerspektivSchule wird jährlich mit einem Sockelbetrag von 25.000 Euro ausgestattet und erhält außerdem ein schülerzahlbezogenes Budget. Zudem stehen Mittel für die Vernetzung im Stadtteil, ein Startpaket und ein Back Office im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung.  

Man habe, so hob Prien hervor, von Beginn an bei diesem Projekt besonderen Wert gelegt auf gute wissenschaftliche Expertise und darauf, die Erfahrungen anderer einzubeziehen. So war beim offiziellen Auftakt des PerspektivSchul-Programms auch die Schulleiterin der Berliner Ruetli-Schule, Cordula Heckmann, zu Gast, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Dr. Markus Warnke von der Wübben Stiftung erläuterte außerdem die Einzelheiten des Schulleitungsprogramms der Stiftung, ein speziell für das Land Schleswig-Holstein weiterentwickeltes Programm, das nach dem Vorbild des Programms „impakt schulleitung“ der Wübben Stiftung an die Gegebenheiten des Landes angepasst wurde. „Wir freuen uns sehr, mit unserem Ansatz, den wir seit 2015 erfolgreich in Nordrhein-Westfalen umsetzen, nun auch Schulleiterinnen und Schulleiter in Schleswig-Holstein unterstützen zu können“, sagte Warnke. 

Im Anschluss an den offiziellen Teil mit Reden und Grußworten, ging es dann für die 20 PerspektivSchulen gleich an die Arbeit: Die Kernbotschaften des PerspektivSchul-Programms wurden vorgestellt ebenso wie das begleitende Programm der Wübben Stiftung und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) wurden die nächsten Schritte auf dem Weg zu neuen Perspektiven erörtert und geplant.


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