Digitalpakt

Endlich verlässliche Entscheidung statt heißer Luft

„Im Oktober 2016 fünf Milliarden in Aussicht stellen, aber sich im Sommer 2017 nicht einmal zum gemeinsam mit der KMK erarbeiteten Eckpunktepapier bekennen zu können, ist eine Farce."

10.08.2017 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
  • © bildungsklick TV

"Erst einen Frühstart hinlegen, sich dann aber verstecken: so gewinnt man weder Sprint noch Marathon. Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum DigitalPakt Schule“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die Medienberichte über stockende Verhandlungen zum DigitalPakt Schule. 

Die versprochenen fünf Milliarden sind im vorläufigen Haushaltsplan nicht vorgesehen, allerdings verwies Bundesbildungsministerin Wanka darauf, dass die Förderung erst bereitgestellt werde, wenn durch eine Bund-Länder-Vereinbarung klar umrissen sei, wofür sie gebraucht werde. „Das ist eine zutiefst unbefriedigende Situation. Man hat das Gefühl, dass Wanka das Thema bis zur Bundestagswahl aussitzen will. Sie sollte aber ihr Amt nutzen, um die Verhandlungen so weit voranzubringen, dass auch eine zukünftige Regierung nicht mehr hinter die Ergebnisse zurück kann. Politischer Druck, nicht heiße Luft, bringt die Bildung in der digitalen Welt voran“, mahnt Beckmann.

Die Bundeskanzlerin Merkel hatte dem Thema selbst durch ihr Erscheinen bei dem Digitalgipfel hohe Bedeutung gegeben. „Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass sie für Klarheit und Verlässlichkeit sorgt“, sagt der VBE-Bundesvorsitzende Beckmann.

Mehrmals hatte der VBE mit selbst in Auftrag gegebenen Umfragen belegen können, dass Lehrkräfte gerne öfter digitale Endgeräte in den Unterricht einbringen würden und die Vorteile der Ergänzung von klassischen Unterrichtsmethoden sehen. Allerdings fehle es an der entsprechenden Ausstattung, Fortbildungen zu pädagogischen Einsatzmöglichkeiten und dem Nutzungswissen. Deshalb  unterstütze der VBE im Oktober 2016 die Ankündigung Wankas und mahnte eine schnelle Einigung mit den Ländern an.  

Der VBE-Bundesvorsitzende macht abschließend deutlich: „Den Sonntagsreden der Politik über die Notwendigkeit von mehr digitaler Bildung in den Schulen müssen endlich Taten folgen.“


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