Umfrage

Studie belegt großen Bedarf an Nachhilfe

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Duden Learnattack zufolge ist der Bedarf an Nachhilfe in Deutschland groß. Fast zwei Drittel der befragten Schüler und Schülerinnen nutzen Angebote zur Vertiefung oder Ergänzung des Schulstoffes.

27.03.2019 Bundesweit Pressemeldung Duden Lernattack
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Besonders beliebt sind Online-Services, die von Schülern oft eigeninitiativ genutzt werden. Insgesamt besteht ein großer Wunsch nach digital aufbereiteten Lehrmaterialien. Fast alle Schüler nutzen zu Hause bereits elektronische Geräte wie Laptops und Tablets zum Lernen.

Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Schüler und Schülerinnen hierzulande nutzen eigenen Angaben zufolge Nachhilfe-Angebote. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage unter 1.111 Schülern, Lehrern und Eltern von Schulkindern in Deutschland, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Duden Learnattack durchgeführt hat. Am häufigsten greifen sie dabei auf computergesteuerte Formen zurück: Vier von zehn Befragten (39 Prozent) nutzen Lernvideos, interaktive Übungen oder andere digitale Lernmaterialien, um den Schulstoff zu ergänzen oder zu vertiefen. Ein Viertel der Schüler (26 Prozent) lernt nach Schulschluss gemeinsam mit privaten Nachhilfelehrern wie Studenten oder anderen Schülern, während immerhin noch etwa jeder Siebte (14 Prozent) die Dienste professioneller Nachhilfelehrer in Anspruch nimmt.

Internetangebote im Lernalltag bereits etabliert

Dabei scheinen Schüler stark eigenmotiviert nach Hilfe zu suchen. Dies betrifft in erster Linie computergestützte Inhalte wie Lernvideos oder interaktive Übungen. Nur jedes sechste Elternteil (17 Prozent) gibt an, dass sein Kind derartige Angebote wahrnimmt – also weniger als die Hälfte der Schüler (39 Prozent). Internetangebote wie YouTube, Wikipedia oder Lernplattformen scheinen sich im Lernalltag von Schulkindern bereits sehr viel mehr etabliert zu haben, als Eltern ahnen. Dabei sehen auch Eltern mehrheitlich den Nutzen solcher Angebote. Nicht nur befürworten es 85 Prozent von ihnen, dass ihre Kinder online recherchieren, knapp zwei Drittel (62 Prozent) halten zudem Lernplattformen für sinnvoll. Eine Einschätzung, die von ihren Kindern ebenso wie von den befragten Lehrern sogar noch häufiger geteilt wird (jeweils 68 Prozent). Dabei darf Online-Nachhilfe durchaus etwas kosten: Gut ein Drittel der befragten Eltern (34 Prozent) würde für professionelle Angebote bis zu 30 Euro im Monat ausgeben, ein Fünftel (20 Prozent) sogar mehr.

Wunsch nach Onlineverfügbarkeit von Lernmaterialien groß

Wenn es nach den Schülern und Schülerinnen ginge, würden diese grundsätzlich mehr nach individuellen Vorlieben lernen – und dies vor allem mit modernen Technologien. Auf die Frage, wie sie künftig gerne häufiger lernen möchten, antworteten vier von zehn Schülern  (43 Prozent) „individuell mit virtuellen Lerninhalten (online)“. Das ist die am häufigsten genannte Antwortmöglichkeit. Zudem wünschen sich sogar acht von zehn Schülern, dass Lehrmaterialien digital aufbereitet (78 Prozent) und online zur Vor- und Nachbereitung des Schulstoffes zur Verfügung gestellt (80 Prozent) werden. Ein Wunsch, den auch Eltern und Lehrer in ähnlichem Umfang teilen. Lehrer stellen sogar die größten Befürworter dar: Neun von zehn Pädagogen (91 Prozent) wünschen sich für ihre Schüler mehr digital aufbereiteten Lehrstoff zum Beispiel in Form von interaktiven Übungen oder audiovisuellen Formaten.

Ebenfalls einig sind sich die Befragten in Bezug auf persönliche Lernempfehlungen. Acht von zehn Schülern (78 Prozent) und Eltern (84 Prozent) wünschen sich für den individuellen Leistungsstand optimierte Lerninhalte. Ein Wunsch, dem Lehrer nur allzu gern nachkommen würden: 91 Prozent von ihnen hätten im Schulalltag gerne mehr Zeit, um verstärkt individuelle Lernempfehlungen geben zu können und auf den Leistungsstand der einzelnen Schüler angepasste Lerninhalte zu erstellen.

Technische Voraussetzungen für digitales Lernen zu Hause vorhanden

Die technischen Voraussetzungen für eine Nutzung derartiger, digital aufbereiteter und online zur Verfügung gestellter Lehrmaterialien scheinen jedenfalls schon zu bestehen: Neun von zehn der befragten Schüler und Schülerinnen (91 Prozent) nutzen eigenen Angaben zufolge bereits jetzt zu Hause technologische Geräte wie Tablets, Notebooks oder das Smartphone zum Lernen.

Ansprechpartner

Duden Lernattack

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