Mobbing

Ursachen bekämpfen, statt Schuld zuzuweisen

„Die antisemitischen Vorfälle an Schule zeigen das Keimen einer gefährlichen Saat. Das Sprießen des Unkrauts zu beklagen, ist aber nicht mehr als ein Reflex“, kommentiert Udo Beckmann erneut zu der aktuellen Debatte um „religiöses Mobbing“.

04.04.2018 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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Beckmann: „Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung muss es jedoch sein, den Blick auf die Gärtner zu richten. Den Schulen die Schuld zuzuschieben und die Schulleitungen zu Sündenböcken zu machen, löst nichts. Es gibt eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zu schützen, Intoleranz nicht zu akzeptieren und als gutes Vorbild voranzugehen. Klar ist: Schule ist auf verlorenem Posten, wenn unsere Bemühungen durch das Verhalten mancher Eltern und von Teilen der Gesellschaft konterkariert werden.“

Beckmann hatte bereits in der letzten Woche eine konstruktive Debatte angemahnt und angemessene Bedingungen für gelingende Integration an Schulen eingefordert. Hierzu gehört neben kleineren Klassen, der Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und der gezielten Förderung von Schulen in sogenannten „Brennpunkten“ auch das Angebot von islamischem Religionsunterricht unter deutscher Schulaufsicht.

Der VBE Bundesvorsitzende unterstützt das Ansinnen von Bundesbildungsministerin Karliczek. Diese hatte in einem Brief an den Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, vorgeschlagen, gemeinsam gegen Antisemitismus und Mobbing aus religiösen Gründen an Schulen vorzugehen. Zudem bewertet er die Aussage der neuen Integrationsbeauftragten Widmann-Mauz positiv, dass Bedrohungen im Rahmen religiösen Mobbings in der Gesellschaft nichts zu suchen haben. Beckmann stellt heraus: „Wichtig ist, dass die Politik einsieht, dass wir es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun haben, das nicht allein an Schule gelöst werden kann. Schule allein kann nicht Reparaturbetrieb für die Probleme der Gesellschaft sein!“


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