IGLU-Studie

VBE lässt keine Kritik an Grundschulen zu

Mit Verwunderung hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg die Kritik des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes an den Grundschulen anlässlich der IGLU-Studie vernommen.

07.12.2017 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg
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Der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg, Gerhard Brand, meinte am 7. Dezember 2017 in Stuttgart: „Der VBE fragt sich, wie der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes darauf kommt, sich nicht schützend vor seine Klientel zu stellen, sondern mit dem Hammer auf sie draufzuschlagen. Das hat mit Standesvertretung nichts mehr zu tun.“ 

Gegen die Anschuldigung, die Grundschulen seien für die schlechten IGLU-Ergebnisse verantwortlich, verwahrt sich der VBE Baden-Württemberg und weist diese Anschuldigungen sehr weit von den Grundschulen. Der Landesvorsitzende Brand brach eine Lanze für die Grundschulen: „Aufgrund der aktuellen Bedingungen an Grundschulen ist Kritik überhaupt nicht angebracht. Stattdessen müssen wir den Lehrkräften an den Grundschulen wirklich mehr als dankbar sein, dass die aktuell gemessenen Leistungen erbracht werden.“

„Man darf nicht vergessen, dass Grundschulen bei den Herausforderungen Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund die Hauptarbeit leisten. Zudem wirkt sich die auch von der IGLU-Studie attestierte zunehmende Heterogenität besonders an den Grundschulen aus. Und nicht zuletzt müssen Grundschulen auch weitere Aufgaben wie die Einführung der Ganztagsschule schultern“, erklärte Gerhard Brand.

Der VBE-Landesvorsitzende weiter: „Die Verfehlungen wurden in der Politik begangen – die Grundschule hat nun darunter zu leiden. Weder Integration noch Inklusion wurden mit ausreichend finanzieller Unterstützung bedacht. Deshalb ist es in dieser Situation nicht angemessen, sich kritisch über die Grundschulen zu äußern. Im Gegenteil: Wenn Grundschullehrkräfte nicht weit über das normale Maß hinaus arbeiten würden, sähe es an unseren Grundschulen erheblich schlechter aus.“


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