Ahnen: Neuer Qualitätsschub für die frühkindliche Sprachförderung

Land, Kommunen, Kirchen und Wohlfahrtsverbände wollen die Qualität der Sprachförderung in den Kindertagesstätten und das Qualifikationsniveau der Sprachförderkräfte auf einem hohen Niveau sicherstellen und möglichst weiter steigern. Dies ist das Ziel einer Rahmenvereinbarung, die heute in Mainz von Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen sowie Vertreterinnen und Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche, des Landkreistags, des Städtetags, des Gemeinde- und Städtebundes und der Liga der Wohlfahrtsverbände unterzeichnet wurde. "Parallel zur direkten Förderung von Sprachfördermaßnahmen in Kindertagesstätten unterstützt das Land auf verschiedenen Wegen Maßnahmen zu Qualitätssteigerungen der Sprachförderung in den Kindertagesstätten. Die jetzige trägerübergreifende Vereinbarung benennt Qualitätskriterien, die von allen Trägern von Kindertagesstätten anerkannt und mitgetragen werden", unterstrich die Bildungs- und Jugendministerin.

31.01.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Über das Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" habe das Land in den vergangenen beiden Jahren insgesamt 3.870 Basis- und Intensivkurse für die zusätzliche Sprachförderung in Kindertagesstätten vor der Einschulung für fast 26.000 Kinder ermöglicht, allein im laufenden Kindergartenjahr seien es 2.100 Kurse für rund 14.900 Kinder, erinnerte Doris Ahnen. Parallel dazu seien aus diesem Landesprogramm Fortbildungsmaßnahmen für Erzieherinnen und Erzieher gefördert worden, die allein im Bereich der Sprachförderung 2006 und 2007 zusammen mehr als 4.400 Plätze boten. "Es hat sich eindeutig gezeigt, dass die Sprachförderung in den Kindertagesstätten selbst und bei den Eltern denselben sehr hohen Stellenwert hat, den Expertinnen und Experten sowie die Landesregierung diesem Bereich zuordnen. Das bisherige Engagement und die jetzt unterzeichnete Rahmenvereinbarung beweisen nachdrücklich, dass dies auch für die Trägerorganisationen von Kindertagesstätten gilt", betonte die Ministerin.

Um landesweit zu gewährleisten, dass die zusätzlichen Sprachfördermaßnahmen auf hohem Niveau durchgeführt werden, sei gemeinsam mit einem Trägerverbund bestehend aus der Katholischen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung sowie dem Landesverband der Volkshochschulen und weiteren Fortbildungsinstitutionen ein Orientierungsrahmen zur Qualifizierung von Sprachförderkräften erarbeitet worden, der jetzt mit einer Rahmenvereinbarung trägerübergreifend anerkannt werde, so Doris Ahnen. Die Vereinbarung beinhalte erstens ein Kompetenzprofil für Sprachförderkräfte. Dieses Profil gebe allen Kindertagesstätten, ihren Trägern und den Jugendämtern qualifizierte Kriterien für die Auswahl von Sprachförderkräften an die Hand. Die Vereinbarung lege zweitens einen Orientierungsrahmen für die Weiterqualifizierung von Sprachförderkräften fest. Die unterschiedlichen Träger hätten damit einheitliche Kriterien für ihre Weiterbildungsangebote. Damit und mit dem dritten Hauptbestandteil der Vereinbarung, dem Zertifikat Sprachförderkraft, erhielten die Kindertagesstätten und ihre Träger ein sehr hohes Maß an Sicherheit, dass die bei ihnen beschäftigten Sprachförderkräfte auf einem sehr hohen, landesweit vergleichbaren Niveau aus- und weitergebildet würden. Die Bildungs- und Jugendministerin kündigte an, dass bereits im April die ersten vom Land geförderten Qualifizierungsmaßnahmen starten, die auf der Basis der neuen Qualitätskriterien entwickelt wurden.


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