Friedlicher Protest und Sicherheit junger Menschen müssen an erster Stelle stehen
Die LSV RLP verfolgt die aktuellen Schüler:innenproteste in Frankreich mit großer Aufmerksamkeit. Wir nehmen die Anliegen der demonstrierenden Jugendlichen ernst und unterstützen ihr Recht, sich für bessere Bildungsbedingungen, mehr Mitbestimmung und eine gerechte Zukunft einzusetzen.
26.10.2026 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Landesschüler:innenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP)Dabei ist für uns klar: Wir unterstützen ausschließlich friedliche und demokratische Protestformen. Die Sicherheit der teilnehmenden Schüler*innen hat für uns oberste Priorität.
Die Proteste machen auf Herausforderungen aufmerksam, die auch Schüler*innen in Deutschland beschäftigen: fehlende Lehrkräfte, überfüllte Klassen, marode Schulgebäude und zunehmender Leistungsdruck. Junge Menschen müssen die Möglichkeit haben, ihre Anliegen öffentlich zu vertreten und politische Veränderungen einzufordern.
„Schüler*innen haben das Recht, ihre Stimme zu erheben und sich aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen. Friedlicher Protest ist ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Dabei muss sichergestellt sein, dass junge Menschen ihre demokratischen Rechte wahrnehmen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“, erklärt Isabelle Seltenreich, Pressereferentin der LSV RLP.
Die LSV RLP lehnt Gewalt, Einschüchterung und die Gefährdung anderer Menschen ausdrücklich ab. Gleichzeitig ist es wichtig, zwischen friedlich demonstrierenden Jugendlichen und Personen, die Gewalt ausüben, zu unterscheiden. Einzelne gewaltsame Vorfälle dürfen nicht dazu führen, dass die Anliegen aller Beteiligten pauschal abgewertet werden. Gerade bei Demonstrationen, an denen Minderjährige teilnehmen, müssen mögliche Risiken ernst genommen und geeignete Schutzmaßnahmen gewährleistet werden.
Die LSV RLP fordert politische Entscheidungsträger*innen dazu auf, die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen und konkrete Verbesserungen im Bildungssystem umzusetzen. Dazu gehören eine ausreichende personelle Ausstattung der Schulen, moderne und sichere Schulgebäude, bessere Lernbedingungen und echte Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schüler*innen.
„Schüler*innen erleben jeden Tag, wo es im Bildungssystem an grundlegenden Dingen fehlt. Ob Lehrkräftemangel, überfüllte Klassen oder schlechte Ausstattung. Diese Probleme müssen endlich angegangen werden! Statt die Kritik junger Menschen nur zur Kenntnis zu nehmen, muss die Politik ihre Forderungen ernst nehmen und konkrete Verbesserungen der Lernbedingungen auf den Weg bringen.”, so Sofie EMI Werberich.
Unser Standpunkt ist klar: Junge Menschen müssen gehört werden, ihre Sicherheit darf dabei jedoch niemals in den Hintergrund geraten. Wir solidarisieren uns mit allen Schüler*innen, die sich friedlich und demokratisch für ihre Rechte und eine bessere Bildung einsetzen. Denn eine lebendige Demokratie braucht junge Menschen, die ihre Zukunft aktiv mitgestalten können.
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