Erasmus+

Europäische Innovationspartnerschaften für digitale und grüne Kompetenzen

Unternehmen und Kammern können sich als relevante Berufs­bildungsakteure an der Aktion "Allianzen für Innovation" betei­ligen. Sie zielt darauf ab, Europas Innovations­fähigkeit zu stär­ken, indem Zusammenarbeit und Wissensfluss zwischen beruf­licher Aus- und Weiter- sowie Hochschul­bildung einschließlich der Forschung und des Unternehme­rgeistes gefördert werden.

18.05.2021 Bundesweit Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
  • © https://pixabay.com/ Die Allianzen sollen Antworten auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes im Hinblick auf den grünen und digitalen Wandel liefern.

Dabei sollen europäische Allianzen die Bereitstellung neuer Kompetenzen fördern und Qualifikationsdefizite von Beschäftigten beheben, indem neue Lehrpläne für die Berufliche und die Hochschulbildung erstellt und eine Reihe grenzüberschreitender Aktivitäten durchgeführt werden. Die Schwerpunkte sollen dabei auf digitalen und grünen Kompetenzen liegen. Ausgeschrieben sind zwei Projekttypen:

  • Allianzen für Bildung und Unternehmen: In diesen transnationalen Projekten kooperieren Partner mit gemeinsamen Zielen zur Förderung von Innovation, neuen Fertigkeiten, Initiativgeist und unternehmerischem Denken. Im Fokus stehen wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung, künstliche Intelligenz sowie rasche Änderungen der Beschäftigungsverhältnisse bedingt durch Arbeitsmarktinnovation. Die Laufzeit beträgt zwei bis drei Jahre, die Förderhöhe maximal 1,5 Milllionen Euro pro Projekt. Teilnehmen müssen mindestens acht Partner aus vier verschiedenen EU- oder Programmländern.
  • Allianzen für die Branchenzusammenarbeit für Kompetenzen (zur Umsetzung der "Blaupause"): Diese Allianzen sollen neue strategische Ansätze und Kooperationen für konkrete Lösungen zur Kompetenzentwicklung in 14 industriellen Ökosystemen erstellen: Luft- und Raumfahrt & Verteidigung, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Bauwirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft, digitale Industrie, Elektronik, energieintensive Industrie, erneuerbare Energien, Gesundheit, Mobilität-Verkehr-Automobil, Nahversorgung, Sozialwirtschaft und zivile Sicherheit, Einzelhandel, Textilien, Tourismus.

Zentrale Anliegen sind konkrete Aktionen für Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitskräfte beziehungsweise Antworten auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts im Hinblick auf den grünen und digitalen Wandel. Hinzu kommen nationale, regionale und lokale Strategien für Kompetenzen und Wachstum. Mit ihren Ergebnissen sollen diese Allianzen einen wesentlichen Beitrag zur Arbeit der Branchenpartnerschaften des Europäischen Pakts für Kompetenzen beitragen. Die Laufzeit beträgt vier Jahre, die Förderhöhe max. vier Millionen Euro pro Projekt. Teilnehmen müssen mindestens zwölf Partner aus acht EU- oder Programmländern.

Die mit der Projektauswahl beauftragte Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wird dazu zusammen mit den für Allgemeine und Berufliche Bildung zuständigen Kommissionsdienststellen am 8. Juni eine Web-Streaming-Info-Sitzung in englischer Sprache organisieren, um den politischen Kontext, neue Finanzierungsmöglichkeiten sowie das Einreichungsverfahren zu erläutern. Weitere Informationen für die erforderliche Registrierung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen sind auch dem neuen Erasmus+-Programmleitfaden ab Seite 254 sowie der Website der EACEA zu entnehmen. Einreichungsfrist für Projektanträge ist der 7. September. Hier finden Sie weitere Informationen zum europäischen Pakt für Kompetenzen.


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