Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, fordert die Staatsregierung auf, das bayerische Schulsystem neu auszurichten. "Weg von der Auslesediagnostik hin zur Förderdiagnostik. Im Mittelpunkt muss ein neuer Lern- und Leitungsbegriff stehen. Schüler, Eltern und Lehrer müssen vom Selektionsdruck befreit werden." Der Zeitpunkt, an dem Kinder auf parallele Schularten verteilt werden, muss so gewählt werden, dass eine möglichst hohe Prognosesicherheit garantiert ist. Es muss zweitens garantiert sein, dass in der Wahrnehmung von Eltern und Wirtschaft alle zur Auswahl stehenden Schularten gleichwertig sind. Und es muss drittens dafür gesorgt werden, dass an jeder Schulart so intensiv gefördert werden kann, dass jeder Schüler an der von ihm bzw. seinen Eltern gewählten Schulart verbleiben kann", erklärte Wenzel und stellte fest: "Das bayerische Bildungssystem erfüllt keine dieser drei Bedingungen."
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11.06.2007
Pressemeldung
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.