Inklusion

Umsetzung UN-Konvention

Menschenrechtsverletzung: Die Bildungspolitik diskriminiert Kinder mit "Lernbehinderung"

Unter den rund 400 000 Kindern mit einer amtlich festgestellten Behinderung stellen die 180 000 Kinder mit einer "Lernbehinderung" oder - wie man heute sagt – Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen die größte Gruppe in Deutschland dar. Sie werden zumeist in Sonderschulen unterrichtet. mehr

10.12.2010 Artikel

Bildungsreport 2010

Dritter Nationaler Bildungsbericht beschäftigt sich mit demografischem Wandel

(hib/TYH/JOH) Die Vermittlung von Wissen und die pädagogische Förderung müssen in allen Bildungsbereichen stärker aufeinander bezogen werden – so lautet eine der zentralen Forderungen, die im "Nationalen Bildungsbericht 2010" genannt werden. Es ist der dritte Bericht einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlern, der im Auftrag der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angefertigt wurde und dem Bundestag nun als Unterrichtung ([17/3400](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/034/1703400.pdf)) vorliegt. Der nationale Bildungsbericht liefert alle zwei Jahre einen Überblick über das Bildungswesen in Deutschland. Thema in diesem Jahr waren die "Perspektiven des Bildungswesens im demografischen Wandel". mehr

08.12.2010 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Thüringen

Förderschulen werden zu Kompetenz- und Beratungszentren umgebaut

"Der Gemeinsame Unterricht in den Grund- und Regelschulen ermöglicht förderbedürftigen Schülern den bestmöglichen Schulabschluss." Das erklärt Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie. Ein Katalog von Maßnahmen soll dazu führen, dass sich der Anteil der Kinder, die am Gemeinsamen Unterricht teilnehmen, erhöht. "Um die Perspektiven für förderbedürftige Schüler zu verbessern, werden wir die Förderschulen zu regionalen Kompetenz- und Beratungszentren weiterentwickeln, mehr sonderpädagogische Kompetenz an allen allgemein bildenden Schulen vorhalten und die qualifizierte sonderpädagogische Begutachtung verbessern." mehr

03.12.2010 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

© VBE
Deutscher Lehrertag

Bildung: Die soziale Spaltung ist gewachsen

(red) Hat sich die Abhängigkeit des schulischen Erfolges von der sozialen Herkunft der Kinder geändert, seitdem in Deutschland intensiv darüber berichtet, geforscht und diskutiert wird? Ja, sagt Prof. Michael Hartmann. Aber nicht zum Positiven, denn die soziale Spaltung ist gewachsen. Das belegte der Eliteforscher in seinem Eingangsreferat auf dem Deutschen Lehrertag mit harten Fakten. Hartmann äußerte aber nicht nur Kritik am Bildungssystem, er hatte auch Antworten auf die drängenden Fragen mitgebracht. Ebenso wie sein Kollege, der Ulmer Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Rund 1000 Lehrerinnen und Lehren folgten am 19. November gespannt den Ausführungen der beiden Wissenschaftler in der Dortmunder Westfalenhalle. mehr

02.12.2010 Artikel

Nordrhein-Westfalen

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Inklusion

"Mit seinem heutigen Beschluss hat der Landtag den Weg zur Inklusion freigemacht", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die Debatte. "Dass sich mit der SPD, den Grünen, der CDU und den Linken vier von fünf Fraktionen auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen konnten, ist ein positives Signal an die Gesellschaft." mehr

01.12.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Inklusion

Studentenwerke unterstützen die "Hochschule für Alle"

- "Teilhabe statt Fürsorge" für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit - Studentenwerke beschließen Bestandsaufnahme in ihren Arbeitsbereichen - Orientierung an UN-Behindertenrechtskonvention und Empfehlung "Eine Hochschule für Alle" der Hochschulrektorenkonferenz mehr

01.12.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

© Bertelsmann Stiftung
Inklusion

Inklusive Bildung endet oft schon in der Grundschule

(red/PM) Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Deutschland noch oft die Ausnahme. Das gilt ins­besondere für weiterführende Schulen: Im Bundesdurchschnitt gehen nur knapp 15 Prozent der Schüler mit Förderbedarf (ohne Schwerpunkt geistige Entwicklung) in der Sekundarstufe I auf eine Regelschule – die große Mehrheit besucht separate Förderschulen. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die der Bildungsforscher Klaus Klemm durchgeführt hat. Er kommt darin zu dem Schluss, dass der Ausbau des so genannten inklusiven Unterrichts, zu dem sich Deutschland in internationalen Abkommen verpflichtet hat, insbesondere an weiterführenden Schulen nur lang­sam voran kommt. mehr

29.11.2010 Artikel

Niedersachsen

Land muss Hinhaltetaktik bei Inklusion beenden

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, endlich ihre Hinhaltetaktik bei der Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion behinderter Kinder zu beenden. Die heute (Montag) präsentierte Studie der Bertelsmann-Stiftung habe deutlich gemacht, dass Niedersachsen – auch im Vergleich zu anderen Bundesländern - in dieser Hinsicht einen "riesigen Nachholbedarf" habe, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter in Hannover. mehr

29.11.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Inklusion

VBE: Rechtsanspruch auf Inklusion in Ländergesetzen verankern

"Die heute von der Bertelsmann Stiftung vorgestellte Studie zum Thema Inklusion macht deutlich, dass es höchste Zeit wird, dass der Rechtsanspruch auf inklusive Bildung für den gesamten Bildungsbereich in den Ländern gesetzlich verankert wird", so Udo Beckmann, Bundesvorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE (Verband Bildung und Erziehung). mehr

29.11.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Baden-Württemberg

Qualität und individuelle Lösungen stehen im Zentrum des baden-württembergisches Modell beim Ausbau inklusiver Bildungsangebote

Im Hinblick auf die aktuelle Studie zum bundesweiten Ausbaustand inklusiver Bildungsangebote warnt Kultusministerin Marion Schick vor einer rein technokratische Bewertung des Ausbaus. "Baden-Württemberg ist im quantitativen Ausbau inklusiver Bildungsangebote sicher noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen, wer aber inklusive Bildungsangebote ausschließlich an nackten Zahlen des Integrationsanteils bemisst, der schießt am Ziel vorbei und hat nicht verstanden, dass individuelle und passgenaue Lösungen für jedes einzelne Kind im Zentrum stehen müssen. Im Einzelfall kann der Besuch einer Sonderschule die beste Lösung für ein Kind sein", sagte Kultusministerin Marion Schick am Montag (29. November) in Stuttgart. mehr

29.11.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg