PISA E: Rund jeder vierte Jugendliche in Hamburg bedroht

Die aktuellen Ergebnisse der PISA E Studie kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft/ GEW Hamburg, Klaus Bullan:

18.11.2008 Hamburg Pressemeldung GEW Hamburg

"Der schlechte vorletzte Platz für Hamburg im bundesweiten Vergleich verweist erneut auf den sehr engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Lernerfolgen von SchülerInnen. Rund jeder vierte Jugendliche gehört zu der Gruppe der so genannten ´Risikoschüler´: Mehr als 25 Prozent haben so geringe schulische Kompetenzen, dass ein selbst bestimmtes Leben in Beruf und Ausbildung außerordentlich gefährdet ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Hamburg hat als Stadtstaat und Großraum-Ballungsgebiet eine besonders ausgeprägte Struktur sozialer Gegensätze; der Unterschied zwischen wohl situierten und armen Familien ist extrem hoch.

Wenn es gelingt, deutlich mehr SchülerInnen als bisher aus der Risikozone zu holen, wird sich das auf die kommenden Lernerfolge niederschlagen. Die schlechte Platzierung wird Hamburg nicht verlieren, wenn nicht ab sofort intensiv an den Schwachstellen gearbeitet wird. Das bedeutet auch Investitionen in eine Gemeinschaftsschule, die die soziale Selektion aufhebt, in kleinere Klassen, in mehr Zeit der Lehrkräfte für den Unterricht und die intensive, individuelle pädagogische Betreuung.

Dass auch in relativ kurzer Zeit gute Erfolge erzielt werden können, zeigt der Blick in andere Bundesländer und über die deutschen Grenzen hinaus."

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GEW Hamburg

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