Zweisprachig lehren und lernen
(bikl) Wissenschaftler und Praktiker werden sich am 19. und 20. Mai in Frankfurt mit Bildungsfragen am Schnittpunkt von Migration, Mehrsprachigkeit und schulischem Erfolg im deutschen Bildungssystem beschäftigen.
09.05.2006 ArtikelIm Mittelpunkt des internationalen Symposiums „Zweisprachig lehren und lernen: Ein Modell für die Zukunft?“ stehen bilinguale Schulprojekte in Deutschland, in deren Umfeld sich in den vergangenen zehn Jahren eine breite Lehr- und Lernpraxis etabliert hat. Parallel dazu entwickelte sich eine Begleitforschung, die beispielsweise in Frankfurt von zwei Projekten mit der Sprachenkombination Deutsch-Italienisch getragen wird. Die Veranstaltung soll Gelegenheit bieten, die bisherigen Ergebnisse und theoretisch-methodischen Grundlagen der Begleitforschung zusammen mit deutschen und internationalen Kollegen zu reflektieren. Zugleich ist sie als Forum des Austauschs und die Weiterbildung am Projekt beteiligter Lehrer gedacht.
Heterogene Lernvoraussetzungen
Ein thematischer Schwerpunkt bilden Fragen der Standardentwicklung für zweisprachige Projekte insbesondere bei heterogenen Lernvoraussetzungen von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund. Dabei geht es auch um die Entwicklung von Bildungsstandards als Instrument zur Qualitätssicherung im Bildungswesen. Außerdem geht es darum, Schlussfolgerungen aus den bisherigen mehrjährigen Erfahrungen in bilingualen Tandems zu ziehen.
Zweisprachiger Unterricht als Synthese
Vor dem Hintergrund einer mehrjährigen Praxis des Unterrichtens im bilingualen Tandem stellt sich die Frage, wie diese Form des Unterrichtens aus der bisherigen Erfahrung beurteilt und wie sie in der Zukunft gestärkt und verbessert werden kann. Die Herausforderung liegt darin, wie es gelingen kann, den zweisprachigen Unterricht als eine Synthese zu gestalten, die den spezifischen Lehrinhalten und pädagogischen Kulturen unterschiedlicher nationaler Prägung Rechnung trägt und sie in fruchtbarer Weise miteinander verbindet.
Schließlich wird erörtert wie eine biliterale Kompetenz der Schüler ausbildet und wie dieser Prozess gefördert werden kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der bilingualen Alphabetisierung.
Diese Fragen sollen im Dialog von Wissenschaftlern und Praktikern erörtert werden. Sie gelten in Forschung und Praxis als zentral für die Gestaltung und das Gelingen zweisprachiger Schulprojekte und beschäftigen an bilingualen Projekten beteiligte Grundschulen und Gymnasien in Frankfurt, Hamburg, Berlin, Wolfsburg und anderen Städten seit längerem.
Vorträge und Workshops
Fachwissenschaftliche Vorträge werden mit Workshops ('Ateliers')gekoppelt, in denen Lehrer ihre Erfahrungen vorstellen und diskutieren sollen. Ziel ist es, bisherige Erfahrungen wissenschaftlicher Begleitung im nationalen und internationalen Rahmen zu bilanzieren und die Kommunikation zwischen Fachwissenschaft, Multiplikatoren aus den Schulen und der Elternschaft zu stärken.
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Zweisprachig lehren und lernen: Ein Modell für die Zukunft?
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