"Das Hohelied auf Bildung im Koalitionsvertrag erfährt schrille Misstöne durch die Föderalismusreform", kritisieren der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und seine Nachwuchsorganisation ADJ. "Der Rückzug des Bundes aus Rahmenkompetenzen im Bildungsbereich wird gravierende Auswirkungen auf Bildungsgerechtigkeit haben", konstatieren die Bundesvorsitzenden von VBE und ADJ Ludwig Eckinger und Oliver Arlt. Als "besonders schwerwiegend" bezeichnen Eckinger und Arlt die Zulassung abweichender Länderregelungen bei Hochschulabschlüssen und die Absage an die bisherige bundeseinheitliche Besoldung. "Den verantwortlichen Politikern ist offenbar nicht klar, dass das Lehrpersonal und somit die Qualität der Bildungseinrichtungen direkt abhängig von der Haushaltslage der Länder werden", warnen die Bundesvorsitzenden von VBE und ADJ. VBE-Bundesvorsitzender Eckinger bezeichnet die Pläne als "Horrorszenario". Es sei unerträglich, wenn der Zugang zu Bildung nun auch noch davon abhängig werde, in welchem Bundesland die Schüler zu Hause seien.
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15.11.2005
Pressemeldung
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)