Die Steuereinnahmen sprudeln. Steuerschätzer beziffern die Einnahmen der Länder allein für das Jahr 2006 auf 193,4 Mrd. Euro, das sind 7,4 Mrd. Euro mehr als ursprünglich angenommen. In diesem Jahr belaufen sich die geschätzten Einnahmen auf rund 202,7 Mrd. Euro, 6,7 Mrd. Euro mehr als erwartet. Auch in Bayern ist das Staatssäckel gut gefüllt, doch an den Schulen ist davon wenig bis nichts zu spüren. Unterrichtsausfälle prägen in einigen Regionen den Schulalltag und vielerorts herrscht in den Klassenzimmern drangvolle Enge - zu viele Schüler und zu wenig Lehrer. Wer sein Kind auf eine Ganztagsschule schicken will, muss sich erst einmal auf die Suche begeben - das Angebot ist spärlich und deckt den Bedarf bei Weitem nicht. Auch in den Genuss einer individuellen und gezielten Förderung kommen noch viel zu wenig Schüler. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Albin Dannhäuser, erklärte bei einer Delegiertenversammlung des BLLV- Kreisverbandes Ingolstadt: "Wenn die Staatskassen voll sind, müssen davon auch und vor allem Schüler und Lehrer profitieren." Er forderte die Staatsregierung auf, mit den milliardenschweren Mehreinnahmen grundlegende und umfassende Reformen einzuleiten, zumal die Bildungsfinanzierung im internationalen Vergleich unterhalb des Durchschnitts liegt.
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24.04.2007
Pressemeldung
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.