Der kompetente Umgang mit Heterogenität in Schulklassen ist, dies hat der OECD-Bildungsbericht vom September 2004 wieder einmal eindeutig formuliert, die zentrale Frage einer Verbesserung von Unterricht und Schule. Lange Zeit war Heterogenität für deutsche Schulen kein Thema, denn viele wiegten sich in dem Glauben, im gegliederten Schulsystem seien die Lerngruppen so homogen, dass leistungsbezogene Differenzierung nicht notwendig sei. Dass dies eine Fiktion ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Unterschiedlichkeit des Milieus, aus dem unsere Schulkinder kommen, hat sich verstärkt und ausdifferenziert. Das gilt insbesondere für die nationale, sprachliche, kulturelle und religiöse Herkunft. Das gilt aber auch für die Geschlechterrollen und für die Familienformen sowie für Schüler mit unterschiedlichen Handicaps im Lernen. Mit dieser Heterogenität sollen und müssen Lehrerinnen und Lehrer umgehen, obwohl sie zum Teil nicht dafür ausgebildet worden sind. Sie müssen nun lernen, Heterogenität nicht nur als Problem, sondern auch als pädagogische Chance zu sehen.
mehr
30.08.2005
Pressemeldung
Verband Bildungsmedien e. V.