"Die weitere Reduzierung der Ansprüche an das Wissen unserer Schüler ist die grundfalsche Antwort auf den immer schärfer werdenden internationalen Wettbewerb. Der rasante wirtschaftliche Aufstieg Indiens, Chinas und anderer asiatischer Staaten ist auch auf den verbreiteten Bildungshunger und auf enorme Bildungsanstrengungen des Einzelnen wie des Staates zurückzuführen. Das dort anzutreffende Bewusstsein um den Wert von Bildung und das Streben junger Menschen, sich möglichst viel Wissen anzueignen, steht in einem krassen Kontrast zur derzeitigen Diskussion um nochmalige Stoff- und Stundenkürzungen am achtjährigen Gymnasium", mahnte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt anlässlich der heutigen Tagung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) unter dem Titel "Bildungsrisiken und -chancen im Globalisierungsprozess". Schmidt, der verschiedene asiatische Bildungssysteme bei mehreren Studienaufenthalten vor Ort kennenlernen konnte, teilt die Feststellung des vbw, dass ´die wichtigste Ressource Bildung in einer zunehmenden Wissensgesellschaft verstärkt und ausgebaut werden muss´, wolle Deutschland ´international nicht den Anschluss verlieren´.
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06.03.2008
Pressemeldung
Bayerischer Philologenverband (bpv)