Anlässlich der heute durch Kultusminister Dr. Spaenle vorgenommenen ersten Bilanz des neuen Übertrittsverfahrens an die weiterführenden Schulen hat sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt gegen eine weitergehende Aufweichung der bestehenden Regelungen ausgesprochen: "Mit der Neuregelung, dass selbst Kinder mit nur zwei Mal Note ´ausreichend´ aus dem Probeunterricht ein Gymnasium besuchen dürfen, wird das pädagogisch Verantwortbare bis zum Letzten ausgereizt. Forderungen, den Eltern unabhängig vom Leistungsstand ihres Kindes die Wahl der weiterführenden Schulart vollkommen zu überlassen, sind unsozial. In der Praxis begünstigt die Freigabe des Elternwillens Kinder aus privilegierten Elternhäusern. Denn gerade diese Elternhäuser sind es, die sich dann eher über die Grundschul-Empfehlungen hinwegsetzen. Migrantenfamilien oder sozial schwache Elternhäuser sind da oft viel zurückhaltender." Diese Beobachtung wird von Bildungsforschern bestätigt.
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26.04.2010
Pressemeldung
Bayerischer Philologenverband (bpv)